Ein pakistanisches Gericht hat mehrere Journalisten zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Urteil, das am Freitag in Islamabad verkündet wurde, geht auf Proteste aus dem Jahr 2023 zurück, die mit der Verhaftung des ehemaligen Premierministers Imran Khan in Verbindung stehen. Ein Anti-Terror-Gericht befand sie der Anstiftung zur Gewalt für schuldig.
Die Prozesse fanden in Abwesenheit der Angeklagten statt. Zu den Verurteilten gehören die Journalisten Wajahat Saeed Khan, Sabir Shakir und Shaheen Sehbai. Auch die ehemaligen Armeeoffiziere und jetzigen YouTuber Adil Raja und Syed Akbar Hussain erhielten lebenslange Haftstrafen. Der Kommentator Haider Raza Mehdi und der Analyst Moeed Pirzada wurden ebenfalls verurteilt.
Das Urteil dürfte die Spannungen zwischen der Regierung und den Medien weiter anheizen. Es wirft ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Meinungsfreiheit in Pakistan auf. Unmittelbare Reaktionen internationaler Presseorganisationen werden erwartet.
Die Proteste von 2023 brachen nach Khans Verhaftung wegen Korruptionsvorwürfen aus. Anhänger lieferten sich in Großstädten Auseinandersetzungen mit der Polizei. Die Regierung reagierte mit einem harten Durchgreifen und verhaftete Tausende.
Es wird erwartet, dass Berufungen eingelegt werden. Die internationale Gemeinschaft wird die Situation wahrscheinlich genau beobachten. Die Urteile könnten die ohnehin schon fragile politische Landschaft Pakistans weiter destabilisieren.
Discussion
Join the conversation
Be the first to comment