Will Douglas Heaven, ein Technologiejournalist, hat kürzlich ein starkes Interesse an der Arbeit des spanischen Schlagzeugers Jorge Garrido bekundet, der online als El Estepario Siberiano bekannt ist. Heaven entdeckte Garridos YouTube-Kanal, der energiegeladene Schlagzeug-Coverversionen populärer Songs zeigt, vor einigen Monaten durch seine Tochter und ist seitdem durchgehend von Garridos technischem Können und Engagement beeindruckt.
Garridos Auftritte, die oft komplexe Rhythmen und rasantes Schlagzeugspiel beinhalten, haben die Aufmerksamkeit von Musikern weltweit auf sich gezogen, was durch zahlreiche Reaktionsvideos belegt wird, die seine Technik analysieren. Heaven hob Garridos Engagement für sein Handwerk hervor und zitierte die Aussage des Schlagzeugers, dass er jahrelang "fast den ganzen Tag, jeden Tag" geübt habe. Dieses Engagement stellt laut Heaven eine Form des "Widerstands" gegen die zunehmende Automatisierung kreativer Prozesse dar. Er hob insbesondere Garridos Coverversionen elektronischer Musik hervor, wie z. B. seine Version von Skrillex und Missy Elliotts "Ra Ta Ta", als Beispiele dafür, wo der Schlagzeuger die Fähigkeiten von Drumcomputern übertrifft.
Zusätzlich zur Musik verfolgt Heaven die Entwicklung generativer KI-Modelle genau, insbesondere solcher, die realistische Videoinhalte erstellen können. Er erwähnte, dass er "Flashbacks" erlebte, als er von Sora generierte Videos sah, die ungewöhnliche Szenarien darstellten, wie z. B. Michael Jackson, der Chicken Nuggets stiehlt, oder Sam Altman, der mit einem Pikachu interagiert. Sora, entwickelt von OpenAI, ist ein Text-zu-Video-KI-Modell, das Videos mit einer Länge von bis zu 60 Sekunden aus Textvorgaben generieren kann. Die Technologie wirft Fragen nach den verschwimmenden Grenzen zwischen Realität und Simulation auf, sowie nach dem potenziellen Missbrauch solch mächtiger Werkzeuge.
Heavens Interesse an sowohl El Estepario Siberiano als auch Sora spiegelt eine breitere Faszination für menschliches Können und technologischen Fortschritt wider. Während er die Kunstfertigkeit und das Engagement schätzt, die erforderlich sind, um ein Musikinstrument zu beherrschen, erkennt er auch das Potenzial und die Auswirkungen sich schnell entwickelnder KI-Technologien an. Diese Interessen deuten auf eine zukunftsorientierte Perspektive auf das Zusammenspiel von menschlicher Kreativität und künstlicher Intelligenz bei der Gestaltung der Zukunft von Kunst und Medien hin.
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