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Irans Botschafter bei den Vereinten Nationen, Amir Saeid Iravani, hat den UN-Sicherheitsrat offiziell aufgefordert, die seiner Ansicht nach unrechtmäßigen Drohungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump gegen Teheran angesichts der anhaltenden Proteste im Iran zu verurteilen. In einem Schreiben an UN-Generalsekretär Antonio Guterres und den Präsidenten des UN-Sicherheitsrats vom Freitag zitierte Iravani insbesondere Trumps Aussage, dass die USA "geladen und entsichert" seien und bereit wären zu handeln, falls weitere Demonstranten während der Demonstrationen getötet würden, die durch die steigenden Lebenshaltungskosten ausgelöst wurden.
Iravani forderte die UN auf, eine klare und entschiedene Verurteilung von Trumps Äußerungen auszusprechen. Die Proteste im Iran, die seit mehreren Wochen andauern, spiegeln die wachsende öffentliche Unzufriedenheit über die wirtschaftliche Notlage wider, eine Situation, die durch internationale Sanktionen und interne Wirtschaftspolitik noch verschärft wird. Diese Demonstrationen erinnern an ähnliche Wellen von Unruhen, die es im Iran in den letzten Jahren gegeben hat und die oft durch wirtschaftliche Missstände und Forderungen nach mehr politischen Freiheiten ausgelöst wurden.
Der Austausch zwischen iranischen Beamten und dem ehemaligen US-Präsidenten verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen den beiden Nationen, trotz eines Regierungswechsels in Washington. Die Beziehungen sind angespannt, seit die USA unter Trumps Führung im Jahr 2018 aus dem Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (JCPOA), auch bekannt als Iran-Atomabkommen, ausgestiegen sind. Der JCPOA, der ursprünglich zwischen dem Iran und mehreren Weltmächten, darunter die USA, die Europäische Union und China, vereinbart wurde, zielte darauf ab, das iranische Atomprogramm im Gegenzug für die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen zu begrenzen.
Die Wiedereinführung der US-Sanktionen nach dem Ausstieg aus dem JCPOA hat die iranische Wirtschaft erheblich beeinträchtigt und zu steigender Inflation und Arbeitslosigkeit beigetragen. Die Bemühungen zur Wiederbelebung des Atomabkommens sind ins Stocken geraten, was die Beziehungen zwischen dem Iran und der internationalen Gemeinschaft weiter verkompliziert. Die aktuellen Proteste finden vor dem Hintergrund dieses wirtschaftlichen Drucks und der diplomatischen Pattsituation statt.
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat noch nicht formell auf Iravanis Schreiben reagiert. Die Situation ist weiterhin unübersichtlich, wobei das Potenzial für eine weitere Eskalation besteht, abhängig vom Verlauf der Proteste und den Reaktionen sowohl der iranischen Behörden als auch externer Akteure. Die internationale Gemeinschaft verfolgt die Entwicklungen aufmerksam, eingedenk des Potenzials für regionale Instabilität.
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