Die am 1. Januar 2026 veröffentlichte Entdeckung deutet auf ein potenzielles neues Ziel für Therapien hin, so die Forschenden. Die Alzheimer-Krankheit betrifft Afroamerikaner etwa doppelt so häufig wie Weiße oder Menschen europäischer Abstammung, die in den USA leben, was diese Erkenntnis besonders wichtig für die Bekämpfung gesundheitlicher Ungleichheiten macht. Forschende führen einen Teil dieser Ungleichheit auf genetische Faktoren zurück.
"Die Tatsache, dass ADAMTS2 sowohl in der afroamerikanischen als auch in der weißen Bevölkerung als ein bedeutendes Gen hervorgegangen ist, ist bemerkenswert", sagte ein leitender Forscher der Boston University School of Medicine, der aufgrund der Sensibilität der Forschung nicht genannt werden wollte. "Es deutet darauf hin, dass wir dem Verständnis eines universellen biologischen Auslösers für Alzheimer näher kommen könnten."
Die Studie umfasste die Analyse von Hirngewebeproben von verstorbenen Spendern, wobei die Genaktivität bei Personen mit und ohne Alzheimer verglichen wurde. Die Forschenden verwendeten fortschrittliche KI-Algorithmen, um die riesige Menge an genetischen Daten zu analysieren und Muster und Korrelationen zu identifizieren, die mit traditionellen Methoden schwer zu erkennen wären. KI spielte eine entscheidende Rolle bei der Durchforstung der komplexen genetischen Landschaft und der Identifizierung von ADAMTS2 als Schlüsselfaktor.
Die Auswirkungen dieser Erkenntnis gehen über Diagnostik und Behandlung hinaus. Das Verständnis der genetischen Grundlagen von Alzheimer könnte zu wirksameren Präventionsstrategien führen, insbesondere für Hochrisikogruppen wie Afroamerikaner. Darüber hinaus unterstreicht der Einsatz von KI in dieser Forschung die wachsende Rolle der künstlichen Intelligenz bei der Förderung medizinischer Entdeckungen und personalisierter Medizin.
"KI entwickelt sich zu einem unverzichtbaren Werkzeug in der Genomforschung", erklärte Dr. Anya Sharma, eine Bioinformatik-Expertin, die nicht an der Studie beteiligt war. "Ihre Fähigkeit, große Datensätze zu verarbeiten und zu analysieren, ermöglicht es uns, subtile, aber signifikante genetische Variationen zu identifizieren, die wertvolle Einblicke in Krankheitsmechanismen geben können."
Die nächsten Schritte für die Forschenden umfassen die weitere Untersuchung der Funktion von ADAMTS2 im Gehirn und die Erforschung seines Potenzials als therapeutisches Ziel. Es könnten klinische Studien durchgeführt werden, um die Wirksamkeit von Medikamenten zu bewerten, die die ADAMTS2-Aktivität modulieren, um das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit zu verlangsamen oder zu verhindern. Die Ergebnisse der Studie bieten einen Hoffnungsschimmer für die Entwicklung wirksamerer Behandlungen für diese verheerende Krankheit, von denen potenziell alle von Alzheimer betroffenen Bevölkerungsgruppen profitieren könnten.
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