Das Ministerium für Innere Sicherheit (DHS) hat die Bearbeitung von Einwanderungsanträgen aus 20 weiteren Ländern mit Wirkung zum 1. Januar ausgesetzt, nachdem bestehende Reisebeschränkungen ausgeweitet wurden. Die US-amerikanische Behörde für Staatsbürgerschafts- und Einwanderungsdienste (USCIS) gab die Aussetzung in einem am Donnerstag veröffentlichten Memo bekannt und erklärte, dass sie die Prüfung aller anhängigen Anträge auf Visa, Green Cards, Staatsbürgerschaft oder Asyl von Einwanderern aus diesen Ländern vorübergehend einstellen werde.
Das Memo enthielt ferner detaillierte Pläne zur erneuten Überprüfung von Anträgen von Einwanderern aus diesen Ländern, die bis ins Jahr 2021 zurückreichen. Die Liste der betroffenen Länder, die sich hauptsächlich in Afrika befinden, umfasst Angola, Nigeria, Senegal, Tansania und Simbabwe. Die Trump-Regierung hatte im vergangenen Monat die Liste der Länder mit Reisebeschränkungen erweitert, was diese jüngste Maßnahme der USCIS veranlasste.
Laut dem USCIS-Memo ist die Aussetzung notwendig, um sicherzustellen, dass angesichts der erweiterten Reisebeschränkungen gründliche Überprüfungsverfahren eingehalten werden. Die Behörde erklärte, dass die erneute Überprüfung älterer Anträge dazu dienen soll, potenzielle Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit oder der öffentlichen Sicherheit zu erkennen, die seit der ursprünglichen Antragstellung entstanden sein könnten.
Einwanderungsanwälte und Interessenverbände haben sich besorgt über die potenziellen Auswirkungen der Aussetzung geäußert. Einige argumentieren, dass der Schritt das ohnehin schon überlastete Einwanderungssystem weiter verzögern wird, während andere sich Sorgen um die Fairness und Transparenz des erneuten Überprüfungsprozesses machen. "Diese Entscheidung wird zweifellos mehr Unsicherheit und Angst für Einzelpersonen und Familien schaffen, die versuchen, sich in den Vereinigten Staaten ein Leben aufzubauen", sagte die Einwanderungsanwältin Sarah Cohen.
Die genauen Kriterien, die für die Auswahl der 20 zusätzlichen Länder verwendet wurden, wurden vom DHS nicht öffentlich bekannt gegeben. Die Behörde hat jedoch angedeutet, dass Faktoren wie Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit, die Quote der Überschreitung der Visumsdauer und die Zusammenarbeit mit den US-Strafverfolgungsbehörden berücksichtigt wurden.
USCIS hat keinen konkreten Zeitrahmen für die Aufhebung der Aussetzung genannt. Die Behörde erklärte, dass sie die Situation weiterhin beobachten und Aktualisierungen bereitstellen wird, sobald diese verfügbar sind. In der Zwischenzeit wird Personen aus den betroffenen Ländern mit anhängigen Anträgen empfohlen, sich an einen Einwanderungsanwalt zu wenden, um ihre Optionen zu verstehen.
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