Laut mehreren amerikanischen und venezolanischen Quellen, die an Übergangsgesprächen beteiligt sind, wurde der venezolanische Präsident Nicolás Maduro am Samstag bei einer Razzia im Morgengrauen in Caracas von einem US-amerikanischen Elite-Militärteam festgenommen und nach New York gebracht, um sich wegen Drogenhandelsvorwürfen zu verantworten. Diese Aktion erfolgte, nachdem Präsident Trump Ende Dezember Maduro ein Ultimatum gestellt hatte, sein Amt niederzulegen und das Exil in der Türkei anzunehmen, was Maduro ablehnte.
Die Entscheidung, mit militärischen Maßnahmen fortzufahren, wurde zum Teil durch Maduros öffentliche Zurschaustellung von Nonchalance beeinflusst, einschließlich Tanzdarbietungen im staatlichen Fernsehen, die einige Mitglieder der Trump-Regierung als Spott interpretierten. "Herr Maduros regelmäßiges öffentliches Tanzen und andere Zurschaustellungen von Nonchalance in den letzten Wochen trugen dazu bei, einige im Trump-Team davon zu überzeugen, dass der venezolanische Präsident sie verspottete und versuchte, das als Bluff zu entlarven, was er dafür hielt", sagte eine Quelle unter der Bedingung der Anonymität, da sie nicht befugt war, über die vertraulichen Gespräche zu sprechen.
Die Razzia selbst wurde durch einen Angriff auf ein Dock ausgelöst, das nach Angaben der Vereinigten Staaten für den Drogenhandel genutzt wurde. Die Eskalation markiert einen bedeutenden Wendepunkt in der anhaltenden Krise in Venezuela, die seit Jahren von politischer Instabilität und wirtschaftlicher Notlage geplagt ist.
Die Festnahme von Maduro und seiner Frau Cilia Flores stellt eine dramatische Wende in der US-Politik gegenüber Venezuela dar. Die Vereinigten Staaten haben lange Maduros Absetzung von der Macht angestrebt, Sanktionen verhängt und Oppositionsführer Juan Guaidó unterstützt, der sich 2019 zum Interimspräsidenten erklärte. Diese Bemühungen hatten jedoch nicht dazu geführt, Maduro zu entmachten, der die Unterstützung des Militärs und wichtiger internationaler Verbündeter behielt.
Die Gerichtsverfahren gegen Maduro in New York werden voraussichtlich komplex und politisch brisant sein. Die Anklagen wegen Drogenhandels sind mit erheblichen Strafen verbunden, und der Prozess könnte angebliche Verbindungen zwischen dem Maduro-Regime und kriminellen Organisationen aufdecken. Die Auswirkungen von Maduros Absetzung von der Macht auf die Zukunft Venezuelas bleiben ungewiss. Obwohl die US-Regierung noch nicht offiziell bekannt gegeben hat, wen sie als neuen Führer Venezuelas unterstützen wird, deuten Quellen darauf hin, dass Trump sich für einen Maduro-Loyalisten entschieden hat.
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