Einwohner Kaliforniens haben jetzt Zugang zu einem neuen Tool, das den Prozess der Einschränkung der Möglichkeiten von Datenbrokern zur Speicherung und zum Verkauf ihrer persönlichen Daten vereinfachen soll. Die Delete Requests and Opt-Out Platform (DROP) ermöglicht es Einwohnern, eine einzige Löschungsanfrage einzureichen, die an über 500 registrierte Datenbroker im Bundesstaat gesendet wird.
Die Einführung von DROP folgt auf die Verabschiedung des Delete Act im Jahr 2023, der darauf abzielte, den bestehenden, umständlicheren Prozess der Abmeldung von Datenerfassung und -verkauf bei jedem einzelnen Unternehmen zu vereinfachen. Zuvor hatten Einwohner Kaliforniens seit 2020 das Recht, von Unternehmen zu verlangen, dass sie die Erfassung und den Verkauf ihrer Daten einstellen, aber die Ausübung dieses Rechts erforderte die Navigation in einem komplexen Netz individueller Opt-out-Anfragen.
Sobald Nutzer ihre kalifornische Staatsbürgerschaft auf DROP verifiziert haben, können sie eine Löschungsanfrage einreichen, die an alle aktuellen und zukünftigen beim Staat registrierten Datenbroker verteilt wird. Eine vollständige Datenlöschung erfolgt jedoch nicht sofort. Datenbroker sollen voraussichtlich im August 2026 mit der Bearbeitung von Anfragen beginnen und haben 90 Tage Zeit, um den Vorgang abzuschließen und dem Nutzer Bericht zu erstatten.
Wenn ein Datenbroker die Daten eines Nutzers nicht löscht, bietet die Plattform die Möglichkeit, zusätzliche Informationen einzureichen, die bei der Suche nach den relevanten Aufzeichnungen helfen können. Das System erlaubt es Unternehmen auch, bestimmte Informationen, wie z. B. First-Party-Daten, aufzubewahren.
Der Delete Act und die anschließende Einführung von DROP stellen einen bedeutenden Schritt zur Stärkung der Verbraucher bei der Kontrolle ihrer persönlichen Daten dar. Die potenziellen Auswirkungen auf die Datenbroker-Branche könnten erheblich sein, da sie diese Unternehmen zwingt, ein zentralisiertes System für Löschungsanfragen einzuhalten. Die Staatsanwaltschaft von Kalifornien, die die Plattform beaufsichtigt, hat noch keine Prognosen über das erwartete Volumen der Löschungsanfragen veröffentlicht.
Es wird erwartet, dass die Implementierung von DROP Fragen zur Definition von "Datenbroker" und zu den Arten von Daten aufwirft, die der Löschung unterliegen. Branchenanalysten gehen davon aus, dass es zu rechtlichen Auseinandersetzungen kommen könnte, da sich die Unternehmen mit dem Umfang und den Anforderungen des neuen Gesetzes auseinandersetzen müssen. Die langfristige Wirksamkeit von DROP wird davon abhängen, inwieweit die Datenbroker bereit sind, Löschungsanfragen zu erfüllen, und inwieweit die Staatsanwaltschaft von Kalifornien in der Lage ist, das Gesetz durchzusetzen.
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