Laut einer Erklärung von Donald Trump auf seinem Truth Social-Account haben US-Spezialeinheiten am Samstag in Caracas den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gefangen genommen. Trump erklärte, Maduro sei nach einer nächtlichen Operation, die Berichten zufolge Stromausfälle in Teilen der venezolanischen Hauptstadt verursacht habe, in US-Gewahrsam genommen worden.
Trump behauptete ferner, dass die USA Venezuela "führen" würden, bis ein geeigneter Übergang eingerichtet werden könne. Ein von Trump gepostetes Foto zeigte angeblich Maduro an Bord der USS Iwo Jima. Die Umstände der Gefangennahme sind weiterhin unklar, und venezolanische Beamte haben als Reaktion auf die US-Aktion Widerstand gelobt.
Die US-Regierung hat noch keine offizielle Erklärung veröffentlicht, die Einzelheiten der Operation oder die rechtliche Rechtfertigung für ihr Vorgehen enthält. Die Gefangennahme von Maduro stellt eine erhebliche Eskalation in den ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Venezuela dar. Die beiden Länder liegen seit Jahren im Streit, wobei die USA als Reaktion auf Bedenken hinsichtlich der Menschenrechte und der demokratischen Regierungsführung unter Maduros Führung Sanktionen gegen Venezuela verhängt haben.
Venezuela befindet sich in einer schweren Wirtschaftskrise, die von Hyperinflation, Nahrungsmittel- und Medikamentenmangel und weitverbreiteter Armut geprägt ist. Maduros Regierung wird Autoritarismus und Korruption vorgeworfen, Vorwürfe, die sie stets zurückgewiesen hat.
Die Situation in Venezuela hat internationale Besorgnis ausgelöst, wobei verschiedene Länder und Organisationen eine friedliche Lösung der politischen Krise fordern. Die Gefangennahme von Maduro dürfte die Meinungen weiter polarisieren und die Bemühungen um eine Verhandlungslösung erschweren. Die langfristigen Auswirkungen der US-Aktion auf die Stabilität Venezuelas und der gesamten Region bleiben abzuwarten. Die US-Regierung hat weder die Dauer noch die Art ihrer Kontrolle über Venezuela festgelegt, noch hat sie einen Plan für einen Machtwechsel skizziert. Laut Trump wird Maduro derzeit in New York festgehalten.
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