Einwohner Kaliforniens können jetzt eine neue, vom Staat unterstützte Plattform nutzen, um die Löschung ihrer persönlichen Daten von Hunderten von Datenbrokern zu beantragen. Die Delete Requests and Opt-Out Platform, kurz DROP, wurde kürzlich gestartet und bietet Einzelpersonen eine zentrale Möglichkeit, ihr Recht auf Datenschutz gemäß kalifornischem Recht auszuüben.
Das DROP-System rationalisiert den Prozess, der durch den Delete Act von 2023 geschaffen wurde, welcher darauf abzielte, die bestehenden, umständlicheren Opt-out-Verfahren zu vereinfachen. Zuvor mussten sich Einwohner einzeln an jeden Datenbroker wenden, um die Löschung von Daten zu beantragen, was eine zeitaufwändige Aufgabe war. Nachdem die Nutzer nun ihre kalifornische Staatsbürgerschaft über DROP verifiziert haben, können sie einen einzigen Löschantrag einreichen, der an alle registrierten Datenbroker gesendet wird, sowohl an aktuelle als auch an zukünftige.
Laut der kalifornischen Landesregierung sind über 500 Datenbroker im Bundesstaat registriert. Diese Broker sammeln und verkaufen persönliche Informationen, oft ohne das ausdrückliche Wissen oder die Zustimmung der betroffenen Personen. Die Arten der gesammelten Daten reichen von Kontaktinformationen und demografischen Daten bis hin zu Kaufgewohnheiten und Online-Aktivitäten.
Die Implementierung von DROP garantiert keine sofortige Datenlöschung. Die Datenbroker sollen voraussichtlich im August 2026 mit der Bearbeitung der Anfragen beginnen und haben 90 Tage Zeit, um den Vorgang abzuschließen und dem Antragsteller Bericht zu erstatten. Wenn ein Broker die Daten nicht löscht, haben die Nutzer die Möglichkeit, zusätzliche Informationen bereitzustellen, um ihre Datensätze zu finden.
Während der Delete Act die Datenlöschung vorschreibt, dürfen Unternehmen bestimmte Informationen, wie z. B. Vornamen, aufbewahren, um sicherzustellen, dass die Person abgemeldet bleibt und um gesetzliche Verpflichtungen zu erfüllen. Die langfristigen Auswirkungen von DROP auf die Datenbroker-Branche bleiben abzuwarten, aber es stellt einen bedeutenden Schritt zur Stärkung der Verbraucher mit größerer Kontrolle über ihre persönlichen Informationen dar.
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