Am Silvesterabend, nur drei Tage bevor US-amerikanisches Militärpersonal ihn festnahm, fuhr Präsident Nicolás Maduro durch Caracas, wie ein vom staatlichen Fernsehen ausgestrahltes Video zeigte. Maduro kommentierte die Wahrzeichen der Stadt für einen Interviewer, erinnerte an eine Rede von Fidel Castro aus dem Jahr 1959 und bestaunte sein Elternhaus.
Maduro räumte die Anwesenheit von US-Kriegsschiffen vor der Küste Venezuelas während des 40-minütigen Gesprächs ein. Er erklärte: "Wenn sie Öl wollen, ist Venezuela bereit für US-Investitionen wie Chevron... Wann immer sie es wollen, wo immer sie es wollen und wie immer sie es wollen."
Die US-Militärintervention folgte auf jahrelange politische und wirtschaftliche Turbulenzen in Venezuela unter Maduros Führung. Seine Präsidentschaft war geprägt von Vorwürfen des Autoritarismus, der Menschenrechtsverletzungen und des wirtschaftlichen Missmanagements, was zu weit verbreiteter Knappheit an Lebensmitteln und Medikamenten führte. Die Opposition bestritt die Legitimität seiner Wiederwahl im Jahr 2018, und mehrere Länder, darunter die Vereinigten Staaten, erkannten Oppositionsführer Juan Guaidó als Interimspräsidenten an.
Die Situation in Venezuela bleibt ungewiss. Mit Maduro in Haft ist die Zukunft der Führung des Landes und seiner Beziehung zu den Vereinigten Staaten unklar. Die USA haben noch keine offizielle Erklärung zu ihren langfristigen Plänen für Venezuela abgegeben.
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