Belfast veranstaltete am 5. Januar 2026 einen Protest zur Unterstützung von vier inhaftierten Palestine Action-Aktivisten, die sich Berichten zufolge im Hungerstreik befinden und deren Gesundheitszustand sich im Gefängnis verschlechtert. Die Demonstration knüpfte an die historische Bedeutung der Hungerstreiks von Gefangenen der Irish Republican Army (IRA) in Nordirland vor Jahrzehnten an und hob eine tief verwurzelte Verbindung zwischen den beiden Kämpfen hervor.
Der Protest, der von lokalen Aktivisten und Gemeindegruppen organisiert wurde, fand vor der Belfast City Hall statt. Die Teilnehmer äußerten Bedenken hinsichtlich der Behandlung der Palestine Action-Mitglieder, die nach Protesten gegen Unternehmen festgenommen wurden, denen vorgeworfen wird, Israel mit Waffen zu beliefern. Demonstranten skandierten Parolen und hielten Schilder hoch, die sich auf den irischen Hungerstreik von 1981 bezogen und Parallelen zwischen dem Kampf der Gefangenen um politischen Status und den Forderungen der derzeitigen Häftlinge zogen.
"Die Geschichte des Hungerstreiks ist hier sehr wichtig", sagte Mary O'Connell, eine lokale Aktivistin, die an der Organisation des Protests beteiligt war. "Wir erinnern uns an die Opfer irischer Gefangener und sehen eine ähnliche Ungerechtigkeit, die gegen diese Palestine Action-Aktivisten verübt wird."
Der Hungerstreik von 1981, bei dem zehn IRA-Gefangene starben, als sie den Status politischer Gefangener forderten, ist nach wie vor ein bedeutendes Ereignis in der nordirischen Geschichte. Das Ereignis wird oft als Symbol des Widerstands gegen die britische Herrschaft angeführt und beeinflusst weiterhin den politischen Aktivismus in der Region.
Palestine Action ist eine Direct-Action-Gruppe, die Unternehmen ins Visier nimmt, denen sie vorwirft, an israelischen Militäraktionen gegen Palästinenser beteiligt zu sein. Ihre Proteste haben oft die Störung von Geschäftsabläufen und die Beschädigung von Eigentum beinhaltet, was zu zahlreichen Verhaftungen und Strafverfolgungen geführt hat.
Die vier derzeit im Hungerstreik befindlichen Häftlinge fordern ein Ende der ihrer Meinung nach politisch motivierten Anklagen und bessere Bedingungen im Gefängnis. Ihre Unterstützer behaupten, sie würden aufgrund ihres Aktivismus unfair ins Visier genommen.
"Diese Personen üben ihr Recht auf Protest aus", erklärte ein Sprecher von Palestine Action in einer Pressemitteilung. "Ihr Hungerstreik ist eine verzweifelte Maßnahme, um auf die Mitschuld britischer Unternehmen an der Unterdrückung des palästinensischen Volkes aufmerksam zu machen."
Die britische Regierung hat sich noch nicht direkt zu dem Hungerstreik geäußert. Beamte haben jedoch erklärt, dass alle Gefangenen in Übereinstimmung mit dem Gesetz behandelt werden und dass ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen Priorität haben.
Die Situation bleibt angespannt, und Unterstützer planen weitere Demonstrationen in Belfast und anderen Städten in Großbritannien. Der Gesundheitszustand der vier Häftlinge wird genau überwacht, und es wächst die Sorge vor einem tragischen Ausgang, wenn ihren Forderungen nicht nachgekommen wird. Die nächste geplante Demonstration ist für den 12. Januar vor dem britischen Parlament geplant.
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