Der ehemalige kolumbianische Präsident Ivan Duque Marquez erklärte, dass Kolumbien eine unterstützende Rolle bei einem möglichen Übergang in Venezuela spielen könnte, nachdem die angebliche Entführung von Nicolás Maduro gemeldet wurde. Duque Marquez äußerte sich am 5. Januar 2026 und schlug einen kollaborativen Ansatz zur Bewältigung der anhaltenden politischen Situation im Nachbarland vor.
Duque Marquez umriss eine Vision, in der Kolumbien zu einem friedlichen und demokratischen Übergang in Venezuela beitragen könnte, obwohl er die genaue Art dieser Unterstützung nicht näher erläuterte. Er betonte die Bedeutung regionaler Stabilität und des Wohlergehens des venezolanischen Volkes.
Die Erklärung erfolgt inmitten erhöhter Spannungen zwischen Kolumbien und den Vereinigten Staaten. Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hatte der kolumbianischen Regierung zuvor vorgeworfen, Kokain in die Vereinigten Staaten zu produzieren und zu exportieren, und sogar mit militärischen Maßnahmen gedroht. Diese Anschuldigungen haben die Beziehungen zwischen den beiden Ländern belastet und die Komplexität einer möglichen kolumbianischen Beteiligung in Venezuela erhöht.
Das politische Klima in Venezuela ist weiterhin instabil. Maduros Regierung steht wegen ihrer Menschenrechtsbilanz und Wirtschaftspolitik in der Kritik, was zu erheblichen sozialen Unruhen und einer groß angelegten Migrationskrise geführt hat. Die Umstände der angeblichen Entführung Maduros sind weiterhin unklar, was die Region weiter destabilisiert.
Analysten vermuten, dass jede kolumbianische Rolle in Venezuela eine sorgfältige Berücksichtigung des Völkerrechts und des Potenzials für eine weitere Eskalation der Spannungen erfordern würde. Die Perspektiven anderer regionaler Akteure, darunter Brasilien und die Vereinten Nationen, wären ebenfalls entscheidend für die Gestaltung einer koordinierten Reaktion.
Mit Stand vom 5. Januar 2026 ist die Situation weiterhin unübersichtlich, da es weder von der kolumbianischen noch von der venezolanischen Regierung eine offizielle Bestätigung bezüglich konkreter Pläne für eine Intervention oder Zusammenarbeit gibt. Die Regierung der Vereinigten Staaten hat noch keine formelle Erklärung zu Duque Marquez' Vorschlag abgegeben.
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