Das in Boston ansässige Unternehmen Teradar stellte diese Woche auf der Consumer Electronics Show 2026 seinen Terahertz-Sensor Summit vor, zwei Monate nachdem es mit einer Finanzierung von 150 Millionen Dollar aus dem Stealth-Modus hervorgegangen war. Das Unternehmen vermarktet Summit als den ersten Langstrecken-Hochauflösungssensor seiner Art, der für optimale Leistung unter allen Wetterbedingungen ausgelegt ist und einen kritischen Bedarf deckt, der von traditionellen Radar- und Lidar-Systemen nicht erfüllt wird.
Die Technologie von Teradar nutzt das Terahertz-Band des elektromagnetischen Spektrums, das zwischen Mikrowellen und Infrarot liegt und relativ wenig genutzt wird. Der Summit-Sensor ist ein Festkörpergerät, das ohne bewegliche Teile auskommt und darauf abzielt, die Stärken von Lidar und Radar zu vereinen und gleichzeitig deren jeweilige Schwächen zu minimieren. Dieser Ansatz könnte sich für Automobilhersteller als attraktiv erweisen, die Alternativen zu den Kosten von Lidar oder den Einschränkungen von Radar suchen.
Das Unternehmen geht davon aus, dass die Auslieferung des Summit-Sensors im Jahr 2028 beginnen wird, sofern Verträge mit Automobilherstellern abgeschlossen werden. Teradar ist davon überzeugt, dass der Summit-Sensor es Automobilherstellern ermöglichen wird, teil- oder vollautonome Funktionen in ihre Fahrzeuge zu integrieren.
Der Sensor von Teradar arbeitet, indem er Terahertz-Wellen aussendet und deren Reflexionen analysiert, um detaillierte Bilder der Umgebung zu erstellen. Im Gegensatz zu Lidar, das durch Nebel und Regen beeinträchtigt werden kann, und Radar, dem oft die für eine detaillierte Objekterkennung erforderliche Auflösung fehlt, ist der Sensor von Teradar so konzipiert, dass er auch bei widrigen Wetterbedingungen zuverlässig funktioniert und gleichzeitig hochauflösende Daten liefert.
Die potenziellen Auswirkungen auf die Automobilindustrie könnten erheblich sein. Eine breite Akzeptanz der Teradar-Technologie könnte die Entwicklung und den Einsatz autonomer Fahrzeuge beschleunigen und sie in einem breiteren Spektrum von Fahrbedingungen sicherer und zuverlässiger machen.
Teradar berichtet, dass es derzeit mit fünf führenden US-amerikanischen Automobilherstellern zusammenarbeitet, um seine Technologie zu validieren. Der Fokus des Unternehmens liegt weiterhin auf dem Abschluss von Verträgen und der Vorbereitung auf die erwartete Markteinführung des Summit-Sensors im Jahr 2028.
Discussion
Join the conversation
Be the first to comment