Nicolás Maduro, der abgesetzte venezolanische Machthaber, wird am Montag vor einem New Yorker Gericht erscheinen, um sich wegen US-amerikanischer Drogenvorwürfe zu verantworten. Seine Anwälte werden voraussichtlich die Rechtmäßigkeit seiner Verhaftung anfechten. Sie werden argumentieren, dass Maduro als souveränes Staatsoberhaupt Immunität vor Strafverfolgung genießt.
Maduros Festnahme erfolgte am Samstag, 36 Jahre nach der Absetzung des panamaischen Machthabers Manuel Noriega durch US-Streitkräfte. Rechtsexperten halten das Argument der souveränen Immunität für wenig erfolgversprechend. Eine Rechtsauffassung von Bill Barr aus dem Jahr 1989, die während des Noriega-Prozesses verfasst wurde, hat die Angelegenheit weitgehend geklärt.
Die USA erkennen Maduro nicht als legitimen Machthaber Venezuelas an. Dieser fehlende Anerkennung negiert jeden Anspruch auf souveräne Immunität, so Rechtsexperten. Dick Gregorie, der pensionierte Bundesstaatsanwalt, der Noriega angeklagt hatte, bekräftigte diese Ansicht.
Die US-Operation in Venezuela wirft aufgrund des Fehlens einer Genehmigung durch den Kongress verfassungsrechtliche Bedenken auf. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass US-Gerichte Maduros Strafverfolgung genehmigen werden. Der Fall spiegelt den durch den Noriega-Prozess geschaffenen Präzedenzfall wider.
Maduros Anwaltsteam wird voraussichtlich Anträge einreichen, die die Zuständigkeit des US-Gerichts in Frage stellen. Das Verfahren wird bis zur Entscheidung des Gerichts über diese Anträge fortgesetzt. Die internationale Gemeinschaft erwartet das Ergebnis mit potenziellen Auswirkungen auf die US-Außenpolitik.
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