Nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und seiner Frau bei einer dramatischen Razzia richtet sich die Aufmerksamkeit nun darauf, welche Länder als nächstes ins Visier der Trump-Regierung geraten könnten, insbesondere angesichts seiner erneuten Betonung der Rolle der Vereinigten Staaten in der westlichen Hemisphäre. Trump berief sich bei der Beschreibung der Operation auf die Monroe-Doktrin von 1823, die die Vorherrschaft der USA in Amerika festschrieb, und nannte sie in "Donroe-Doktrin" um.
Die Regierung hat in letzter Zeit Warnungen ausgesprochen und Interesse an mehreren Nationen bekundet, was Bedenken hinsichtlich potenzieller zukünftiger Interventionen aufwirft. Grönland, ein autonomes Gebiet innerhalb des Königreichs Dänemark, hat sich als potenzielles Ziel des US-Interesses herauskristallisiert. Trump erklärte, die USA bräuchten Grönland "aus Gründen der nationalen Sicherheit" und verwies auf die Präsenz von "russischen und chinesischen Schiffen überall".
Grönlands strategische Lage in der Arktis, etwa 3.200 Kilometer nordöstlich der USA, und seine reichen Vorkommen an Seltenen Erden sind Schlüsselfaktoren für das US-Interesse. Diese Mineralien sind für die Herstellung von Smartphones, Elektrofahrzeugen und militärischer Ausrüstung unerlässlich. Derzeit dominiert China die globale Produktion von Seltenen Erden, eine Tatsache, die in Washington Besorgnis über die wirtschaftliche und militärische Wettbewerbsfähigkeit der USA ausgelöst hat. Die Pituffik Space Base, eine US-Militäranlage, befindet sich bereits in Grönland.
Die Monroe-Doktrin, die ursprünglich dazu gedacht war, europäische Mächte daran zu hindern, weitere lateinamerikanische Nationen zu kolonisieren oder sich in deren Angelegenheiten einzumischen, wurde im Laufe der US-Geschichte unterschiedlich interpretiert und angewendet. Einige sehen darin eine legitime Wahrung der US-Sicherheitsinteressen, während andere sie als Rechtfertigung für Interventionismus und die Durchsetzung des US-Willens gegenüber souveränen Nationen kritisieren. Die Berufung auf die "Donroe-Doktrin" hat eine Debatte über die potenziellen Auswirkungen auf die US-Außenpolitik und ihre Beziehungen zu Ländern in Amerika und darüber hinaus ausgelöst.
Discussion
Join the conversation
Be the first to comment