Präsident Trump, der sich zuvor gegen US-Interventionismus und Regimewechsel eingesetzt hatte, erklärte, dass die USA in Venezuela "das Sagen" hätten. Diese Aussage stellt eine deutliche Abkehr von seiner früheren "America First"-Plattform dar, die die Nichteinmischung in ausländische Konflikte betonte, so die NPR-Korrespondentin für das Weiße Haus, Tamara Keith.
Die Änderung der Politik folgte dem Einsatz von US-Truppen in Venezuela, der in der Absetzung von Präsident Nicolas Maduro gipfelte. Keith merkte an, dass Trumps Aufstieg zur politischen Prominenz maßgeblich durch die öffentliche Ablehnung der amerikanischen Beteiligung im Irak, in Afghanistan und Libyen befeuert wurde, die alle als kostspielige und letztlich erfolglose Nation-Building-Bemühungen angesehen wurden.
Trumps anfängliche Haltung fand bei einem bedeutenden Teil der amerikanischen Öffentlichkeit Anklang, der die langwierigen militärischen Engagements in Übersee überdrüssig geworden war. Seine Wahlkampfreden kritisierten häufig den Irak-Krieg und die Nation-Building-Bemühungen in Afghanistan als Fehlschläge. "America First ist seit mehr als einem Jahrzehnt ein wichtiger Bestandteil der politischen Marke von Präsident Trump", berichtete Keith.
Die Gründe für den Politikwechsel gegenüber Venezuela sind weiterhin Gegenstand von Debatten. Die Regierung hat die Gründe für die Intervention noch nicht vollständig dargelegt, so dass Analysten über die strategischen und wirtschaftlichen Faktoren spekulieren, die die Entscheidung beeinflusst haben könnten. Die Auswirkungen dieser Verschiebung reichen über Venezuela hinaus und könnten die US-Außenpolitik und ihren Ansatz in den internationalen Beziehungen verändern.
Bis heute ist die Lage in Venezuela weiterhin unübersichtlich, wobei die USA eine militärische Präsenz aufrechterhalten. Die langfristigen Folgen dieser Intervention und die Zukunft der Beziehungen zwischen den USA und Venezuela sind noch offen.
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