Ein NASA-Satellit hat einen riesigen Tsunami dabei erfasst, wie er sich unerwartet verhält. Der Satellit Surface Water Ocean Topography (SWOT) beobachtete den Tsunami Ende Juli nach einem schweren Erdbeben in der Nähe der russischen Halbinsel Kamtschatka. Die Daten zeigten, dass der Tsunami weitaus komplexer war als bisher angenommen.
SWOT lieferte eine beispiellose, hochauflösende Ansicht des Tsunamis, während er sich über den Pazifik bewegte. Wissenschaftler entdeckten, dass sich die Wellen ausbreiteten und komplexer waren als in den Modellen vorhergesagt. Ozeansensoren bestätigten, dass die Erdbebenruptur länger war als anfänglich geschätzt.
Diese Erkenntnisse könnten die Tsunami-Modellierung und -Vorhersage revolutionieren. Aktuelle Modelle gehen davon aus, dass sich Tsunamis als einzelne, stabile Welle ausbreiten. Die neuen Daten deuten auf die Notwendigkeit ausgefeilterer Algorithmen hin.
Der SWOT-Satellit ist für die Messung der Meeresoberflächenhöhe konzipiert. Seine unerwartete Beobachtung liefert wichtige Einblicke in die Tsunami-Dynamik. Forscher analysieren nun die Daten, um bestehende Tsunami-Warnsysteme zu verfeinern.
Wissenschaftler werden diese Informationen nutzen, um genauere Tsunami-Vorhersagemodelle zu entwickeln. Dies könnte zu früheren und effektiveren Warnungen für Küstengemeinden führen. Die Forschung unterstreicht die Bedeutung fortschrittlicher Satellitentechnologie für die Katastrophenvorsorge.
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