Syrien und Israel haben am Dienstag in Paris von den USA vermittelte Gespräche zur Deeskalation der Spannungen entlang ihrer gemeinsamen Grenze wieder aufgenommen, wie die syrische staatliche Nachrichtenagentur SANA meldete. Die Gespräche stellen einen erneuten Versuch dar, die Beziehungen zwischen den beiden Nationen nach Jahrzehnten des Konflikts zu verbessern.
Die Gespräche, die von einem westlichen Diplomaten sowie französischen, israelischen und syrischen Beamten unter Zusicherung der Anonymität bestätigt wurden, konzentrierten sich auf die Wiedereinrichtung einer von den Vereinten Nationen patrouillierten Pufferzone zwischen syrischen und israelischen Streitkräften, berichtete SANA unter Berufung auf eine Quelle der syrischen Regierung. Thomas J. Barrack Jr., der amerikanische Sondergesandte für Syrien und den Libanon, fungierte als Vermittler.
SANA berichtete, dass die syrische Delegation von Außenminister Asaad al-Shaibani und Geheimdienstchef Hussein al-Salama geleitet wurde. Die Nachrichtenagentur erklärte, dass das syrische Team sich für den Rückzug israelischer Truppen aus dem Gebiet einsetzte, das es nach dem Fall der Regierung von Baschar al-Assad im Dezember 2024 besetzt hatte.
Frühere Verhandlungsrunden waren in den letzten Monaten ins Stocken geraten, so syrische Beamte, aufgrund laufender israelischer Militäroperationen.
Die Wiederaufnahme der Gespräche unterstreicht die anhaltenden Komplexitäten der regionalen Sicherheit und der internationalen Diplomatie. Die Rolle der Vereinigten Staaten als Vermittler unterstreicht ihr fortgesetztes Engagement für die Stabilisierung der Region. Die Einrichtung einer UN-Pufferzone könnte, falls sie erreicht wird, als ein entscheidender Mechanismus zur Verhinderung künftiger Eskalationen dienen. Die Forderung nach einem israelischen Rückzug aus umstrittenen Gebieten stellt jedoch ein erhebliches Hindernis für eine dauerhafte Einigung dar.
Der aktuelle Stand der Verhandlungen ist weiterhin ungewiss, und die künftigen Entwicklungen werden wahrscheinlich von der Kompromissbereitschaft beider Seiten abhängen. Die Beteiligung mehrerer internationaler Akteure, darunter die USA und die UN, deutet auf eine breite Anerkennung der Notwendigkeit einer friedlichen Lösung der langjährigen Spannungen zwischen Syrien und Israel hin.
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