Laut dem britischen Premierminister Sir Keir Starmer haben Großbritannien und Frankreich eine Absichtserklärung zur Entsendung von Truppen in die Ukraine unterzeichnet, sollte ein Friedensabkommen mit Russland erzielt werden. Starmer gab die Erklärung im Anschluss an Gespräche mit den Verbündeten der Ukraine in Paris ab.
Die geplante Entsendung zielt darauf ab, militärische Knotenpunkte in der gesamten Ukraine zu errichten und geschützte Einrichtungen für Waffen und militärische Ausrüstung zu bauen. Diese Infrastruktur soll als Abschreckung gegen zukünftige russische Aggressionen dienen. Die Verbündeten schlugen außerdem vor, dass die Vereinigten Staaten die Führungsrolle bei der Überwachung eines Waffenstillstandsabkommens übernehmen würden.
Russland hat wiederholt gewarnt, dass die Anwesenheit ausländischer Truppen in der Ukraine ein "legitimes Ziel" darstellen würde. Zum jetzigen Zeitpunkt hat Moskau jedoch noch keine offizielle Erklärung zu dieser konkreten Ankündigung abgegeben.
Die Gespräche fanden am Dienstag im Rahmen eines Treffens in Paris statt, an dem Staatsoberhäupter und hochrangige Beamte der "Koalition der Willigen" teilnahmen. Starmer erklärte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz, dass die Absichtserklärung zur Truppenentsendung unterzeichnet worden sei.
Russland startete im Februar 2022 eine umfassende Invasion in der Ukraine und kontrolliert derzeit etwa 20 % des ukrainischen Territoriums. Frühere Versuche von Friedensverhandlungen wurden durch Meinungsverschiedenheiten über territoriale Zugeständnisse und Sicherheitsgarantien behindert. Der ukrainische Präsident Selenskyj hatte zuvor angedeutet, dass ein Friedensabkommen "zu 90 % fertig" sei, aber es bleiben erhebliche Probleme ungelöst.
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