Nestlé hat einen weltweiten Rückruf bestimmter Chargen seiner SMA Säuglingsnahrung und Folgenahrung aufgrund möglicher Kontamination mit Cereulid, einem Toxin, das Lebensmittelvergiftungen verursachen kann, veranlasst. Das Unternehmen kündigte den Rückruf an und erklärte, dass, obwohl es keine bestätigten Krankheitsfälle gegeben habe, die Maßnahme "aus reiner Vorsicht" ergriffen wurde.
Die betroffenen Chargen wurden weltweit verkauft, unter anderem in mehreren europäischen Ländern wie Frankreich, Deutschland, Österreich, Dänemark, Italien und Schweden. Nestlé bestätigte gegenüber der BBC die globale Reichweite des Rückrufs. Das Unternehmen betonte, dass alle anderen Nestlé-Produkte und nicht betroffene Chargen derselben Produkte weiterhin sicher für den Verzehr seien.
Cereulid ist ein Toxin, das von Bacillus cereus produziert wird, einem Bakterium, das häufig in der Umwelt vorkommt. Während Cereulid typischerweise leichte Magen-Darm-Beschwerden verursacht, kann es aufgrund des noch nicht ausgereiften Immunsystems ein größeres Risiko für Säuglinge darstellen. Zu den Symptomen einer Cereulid-Vergiftung gehören Übelkeit und Erbrechen.
Nestlé, ein multinationaler Nahrungsmittel- und Getränkekonzern mit Hauptsitz in Vevey, Schweiz, stand in der Vergangenheit wegen seiner Marketingpraktiken für Säuglingsnahrung in der Kritik, insbesondere in Entwicklungsländern. Kritiker argumentieren, dass die aggressive Werbung für Säuglingsnahrung das Stillen untergraben kann, das von Gesundheitsorganisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weithin als die optimale Ernährungsquelle für Säuglinge anerkannt wird. Dieser Rückruf trägt zu der komplexen Landschaft der Säuglingsernährung und den Verantwortlichkeiten globaler Lebensmittelhersteller bei.
Das Unternehmen hat Kunden, die die zurückgerufenen Produkte gekauft haben, eine Rückerstattung versprochen. Nestlé hat noch keine Angaben zur Gesamtzahl der betroffenen Einheiten oder den finanziellen Auswirkungen des Rückrufs veröffentlicht. Verbraucher werden gebeten, die Chargencodes mit den im Rückrufhinweis aufgeführten Codes abzugleichen und sich für weitere Anweisungen an den Nestlé-Kundendienst zu wenden. Der Rückruf ist noch im Gange, und Nestlé arbeitet mit Einzelhändlern und Vertriebspartnern zusammen, um die betroffenen Produkte aus den Regalen zu entfernen.
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