Die Militärjunta von Burkina Faso gab bekannt, dass sie einen Anschlag auf den Staatschef des Landes, Hauptmann Ibrahim Traoré, vereitelt habe. Sicherheitsminister Mahamadou Sana erklärte in einer nächtlichen Sendung, dass der Plan von den Geheimdiensten in der Endphase abgefangen worden sei. Laut Sana beinhaltete der Plan die Ermordung des Staatsoberhauptes und Angriffe auf wichtige Institutionen, einschließlich ziviler Persönlichkeiten.
Die Junta behauptete, dass Oberstleutnant Paul Henri Damiba, der im September 2022 von Traoré gestürzte Militäroffizier, den Mordanschlag inszeniert habe. Sana behauptete ferner, dass der Anschlag von der benachbarten Elfenbeinküste aus finanziert worden sei. Bisher gab es keine offizielle Reaktion von Damiba oder der ivorischen Regierung auf diese Anschuldigungen.
Traoré, der im September 2022 durch einen Putsch an die Macht kam, war seitdem mit mindestens zwei Putschversuchen konfrontiert. Er kämpft auch mit eskalierender dschihadistischer Gewalt innerhalb Burkina Fasos, die Millionen von Menschen vertrieben hat. Trotz dieser Herausforderungen und der Kritik an seinem autoritären Stil genießt der 37-jährige Militärführer innerhalb Burkina Fasos beträchtliche Unterstützung in der Bevölkerung und hat sich aufgrund seiner panafrikanischen Haltung eine Anhängerschaft auf dem afrikanischen Kontinent erworben.
Die politische Instabilität in Burkina Faso spiegelt einen breiteren Trend in der Sahelzone Westafrikas wider, wo mehrere Länder Putsche erlebt haben und mit islamistischen Aufständen zu kämpfen haben. Die Instabilität der Region hat internationale Besorgnis ausgelöst, wobei verschiedene Akteure versuchen, zu vermitteln und die Region zu stabilisieren. Die strategische Bedeutung Burkina Fasos in der Region macht seine innere Sicherheit zu einem Anliegen für die Nachbarländer und internationale Mächte gleichermaßen. Die angebliche Beteiligung externer Akteure, wie der Elfenbeinküste, könnte die Situation weiter verkomplizieren und die regionalen Beziehungen belasten.
Die Regierung von Burkina Faso hat keine weiteren Einzelheiten über den vereitelten Mordanschlag oder mögliche Verhaftungen im Zusammenhang damit veröffentlicht. Die Ermittlungen dauern Berichten zufolge an, und die Regierung hat der Öffentlichkeit versichert, dass Maßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheit des Staatsoberhauptes und wichtiger Institutionen zu gewährleisten.
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