Samsung Electronics erwartet für das vierte Quartal 2025 einen sprunghaften Anstieg des operativen Gewinns, der durch hohe RAM-Preise und eine starke Nachfrage im Speichermarkt getrieben wird. Der südkoreanische Technologiekonzern prognostiziert einen operativen Gewinn zwischen 19,9 und 20,1 Billionen koreanischen Won (etwa 13,8 Milliarden US-Dollar), was einen deutlichen Anstieg gegenüber den im vierten Quartal 2024 gemeldeten 6,49 Billionen Won darstellt.
Dieser deutliche Gewinnanstieg ist vor allem auf das Wiederaufleben der Speicherabteilung zurückzuführen, das durch Angebotsengpässe und die daraus resultierenden Preiserhöhungen für RAM und Speicher befeuert wird. Diese Marktbedingungen stehen in krassem Gegensatz zu 2023, als ein Überangebot an Speicher zu Milliardenverlusten für Samsungs Speichergeschäft führte und zu einem dramatischen Rückgang des Gesamtgewinns beitrug.
Die erhöhten RAM-Preise sind zwar vorteilhaft für Speicherhersteller, stellen aber PC-Bauer und Enthusiasten vor Herausforderungen. Während die Auswirkungen auf speicherabhängige Produkte wie Laptops, Smartphones und Grafikkarten bisher begrenzt waren, erwarten Branchenexperten im Laufe dieses Jahres breitere Preiserhöhungen, wenn die Angebotsengpässe anhalten.
Die finanzielle Leistung von Samsung ist aufgrund seiner Position als führender Hersteller eng mit dem Speichermarkt verbunden. Das diversifizierte Geschäftsmodell des Unternehmens, das Smartphones, Displays und Unterhaltungselektronik umfasst, bietet jedoch einen Puffer gegen Marktschwankungen. Im Gegensatz dazu verzeichnen weniger diversifizierte Speicherhersteller wie SK Hynix aufgrund der aktuellen Marktdynamik ebenfalls ein deutliches Gewinnwachstum.
Mit Blick auf die Zukunft wird die Entwicklung des Speichermarktes von Faktoren wie der Stabilität der Lieferkette, den Nachfragetrends und den Investitionen in neue Produktionskapazitäten abhängen. Während hohe Preise derzeit zu Rekordgewinnen führen, müssen die Hersteller Angebot und Nachfrage sorgfältig steuern, um eine Wiederholung der Überversorgungssituation zu vermeiden, die den Markt im Jahr 2023 heimgesucht hat.
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