Chinas Vorgehen gegen Untergrundkirchen hat sich mit neuen Verhaftungen verschärft. Die einflussreiche Early Rain Covenant Church berichtete, dass am Dienstag neun Mitglieder in Chengdu festgenommen wurden. Die Polizei durchsuchte Häuser und das Kirchenbüro. Fünf wurden inzwischen freigelassen.
Die Verhaftungen folgen auf einen Abriss in Wenzhou. Videos zeigen, wie Behörden das Gebäude der Yayang-Kirche demontieren. ChinaAid, eine Organisation zur Beobachtung religiöser Verfolgung, hat das Filmmaterial erhalten.
Christliche Gruppen sagen, die Aktionen zeigten die Entschlossenheit der Kommunistischen Partei, nicht staatlich genehmigte Kirchen zu unterdrücken. Diese Verhaftungswelle folgt auf ähnliche Aktionen im letzten Jahr. Die BBC hat die chinesische Botschaft um eine Stellungnahme gebeten.
China fördert offiziell den Atheismus. Die Regierung behauptet, dass 44 Millionen Christen im Land leben. Die Genauigkeit dieser Zahl, insbesondere in Bezug auf Mitglieder von Untergrundkirchen, bleibt unklar.
Die Situation ist weiterhin unübersichtlich. Weitere Verhaftungen und Kirchenschließungen sind möglich. Eine internationale Reaktion wird erwartet.
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