Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu gab bekannt, dass der ehemalige Nahost-Gesandte der Vereinten Nationen, Nickolay Mladenov, eine geplante, von den Vereinigten Staaten geführte Kommission leiten wird, die sich auf Friedensinitiativen in Gaza konzentriert. Die Ankündigung erfolgte nach einem Treffen zwischen Netanjahu und Mladenov am Donnerstag in Jerusalem. Netanjahu bezeichnete Mladenov als designierten Generaldirektor der geplanten Kommission.
Die Kommission soll eine zentrale Komponente eines 20-Punkte-Plans sein, der von US-Präsident Donald Trump vorgelegt wurde und darauf abzielt, den anhaltenden Konflikt zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen zu lösen. Der Plan führte im Oktober zu einem Waffenstillstand, obwohl Berichte auf anhaltende Militäraktionen israelischer Streitkräfte innerhalb des Gebiets hindeuten.
Das spezifische Mandat und die operativen Details der geplanten Kommission sind weiterhin unklar. Die US-Regierung hat die Einrichtung der Kommission oder die Bestätigung von Mladenovs Ernennung noch nicht formell bekannt gegeben.
Mladenov war von 2015 bis 2020 als UN-Sonderkoordinator für den Friedensprozess im Nahen Osten tätig und fungierte als wichtiger Vermittler zwischen Israel und palästinensischen Fraktionen. Seine mögliche Ernennung zu dieser Funktion deutet auf ein fortgesetztes internationales Bemühen hin, die Stabilität in der Region zu fördern.
Die Lage in Gaza ist weiterhin angespannt, mit anhaltenden Bedenken hinsichtlich der humanitären Bedingungen und der Sicherheit. Weitere Einzelheiten zur Struktur, Finanzierung und den spezifischen Zielen der Kommission werden in den kommenden Wochen erwartet.
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