US-Streitkräfte haben im Karibischen Meer einen fünften Öltanker beschlagnahmt, teilten Beamte am Freitag mit, während die USA ihre Bemühungen zur Kontrolle der venezolanischen Ölexporte fortsetzen. Der Tanker namens Olina wurde von Marinesoldaten und Seeleuten in Abstimmung mit dem Department of Homeland Security "festgesetzt", wie das U.S. Southern Command auf X mitteilte.
Heimatschutzministerin Kristi Noem erklärte, die Olina sei "ein weiterer 'Geisterflotten'-Tanker, der im Verdacht steht, Öl unter Embargo zu transportieren", und sei beschlagnahmt worden, nachdem er "Venezuela verlassen hatte, um US-Streitkräften zu entgehen". Noem veröffentlichte auch ein Video online, das offenbar Truppen zeigt, die von einem Hubschrauber auf ein Schiff absteigen.
Die Olina steht auf den Sanktionslisten mehrerer Länder und ist das fünfte Schiff, das in den letzten Wochen von den USA beschlagnahmt wurde. Das maritime Risiko-Unternehmen Vanguard Tech berichtete, dass das Schiff versuchte, die US-Seeblockade in der Karibik zu durchbrechen. Der Standort-Tracker des Schiffes war laut Vanguard Tech zuletzt nordöstlich von Curacao aktiv.
Die Beschlagnahmungen sind Teil einer umfassenderen US-Strategie, die venezolanische Regierung unter Druck zu setzen, indem ihr Zugang zu Öleinnahmen eingeschränkt wird. Die USA verhängen weiterhin Sanktionen gegen die venezolanische Ölindustrie und werfen der Regierung von Präsident Nicolas Maduro Korruption und Menschenrechtsverletzungen vor. Diese Sanktionen verbieten US-Unternehmen und -Bürgern Transaktionen mit venezolanischem Öl.
Das U.S. Southern Command erklärte auf X: "Wieder einmal haben unsere gemeinsamen behördenübergreifenden Kräfte heute Morgen eine klare Botschaft gesendet: 'Es gibt keinen sicheren Hafen für Kriminelle.'"
Die US-Aktionen wurden von einigen als eine Form von Wirtschaftskrieg kritisiert, während Befürworter argumentieren, dass sie notwendig seien, um Demokratie und Menschenrechte in Venezuela zu fördern. Die venezolanische Regierung hat die Beschlagnahmungen als Akte der Piraterie und Verletzungen des Völkerrechts verurteilt. Die langfristigen Auswirkungen dieser Beschlagnahmungen auf die venezolanische Ölindustrie und ihre Beziehungen zu den USA bleiben abzuwarten.
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