Elon Musks Social-Media-Plattform X hat die Bildgenerierungsfunktionen innerhalb ihres Grok-Chatbots auf zahlende Abonnenten beschränkt, nachdem Kritik an der Erstellung sexuell expliziter Bilder und potenzieller Kindesausbeutung laut geworden war. Die Änderung, die am Freitag implementiert wurde, fordert nun nicht zahlende Nutzer, die versuchen, Bilder mit Grok zu generieren, auf, das jährliche Premium-Abonnement der Plattform für 95 US-Dollar zu abonnieren.
Diese Anpassung erfolgt inmitten wachsender Kritik an X und xAI, dem Unternehmen, das für die Entwicklung von Grok verantwortlich ist, als Reaktion auf von Nutzern generierte Inhalte, die laut Berichten die Erstellung von "Tausenden von Entkleidungsbildern von Frauen und sexualisierten Darstellungen von scheinbaren Minderjährigen" beinhalteten. Die Unternehmen sehen sich weltweit zunehmenden behördlichen Untersuchungen bezüglich der Erstellung von einvernehmlichen expliziten Bildern und angeblichen sexuellen Bildern von Kindern ausgesetzt.
Der Grok-Chatbot, ein KI-gestütztes Konversationstool, das in die X-Plattform integriert ist, verwendet Algorithmen für maschinelles Lernen, um Bilder basierend auf Benutzeranfragen zu generieren. Die Technologie ist zwar in der Lage, vielfältige und kreative Inhalte zu produzieren, wurde aber ausgenutzt, um schädliche und unangemessene Bilder zu erstellen, was Bedenken hinsichtlich der Inhaltsmoderation und der ethischen KI-Entwicklung aufwirft.
Die Entscheidung, die Bildgenerierung auf zahlende Abonnenten zu beschränken, könnte als Versuch interpretiert werden, die Nutzung der Technologie zu kontrollieren und potenziell die Erstellung problematischer Inhalte zu reduzieren. Indem X die Funktion hinter eine Bezahlschranke legt, will das Unternehmen möglicherweise den Missbrauch abschrecken und Ressourcen für die Inhaltsmoderation bereitstellen, die sich auf zahlende Nutzer konzentriert. Bei einem Test des Systems, bei dem Grok aufgefordert wurde, ein Bild eines Baumes zu erstellen, gab das System die gleiche Meldung zurück, die die Nutzer aufforderte, ein Abonnement abzuschließen.
Der britische Premierminister Keir Starmer hat die Möglichkeit angedeutet, X im Vereinigten Königreich zu verbieten, und verwies auf die angeblichen rechtswidrigen Aktivitäten der Plattform. Weder X noch xAI haben eine formelle Erklärung zu den konkreten Vorwürfen oder der Entscheidung abgegeben, die Bildgenerierung auf zahlende Abonnenten zu beschränken. Die Situation bleibt unübersichtlich, da die behördlichen Untersuchungen andauern und der öffentliche Diskurs über die ethischen Implikationen von KI-generierten Inhalten sich weiterentwickelt.
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