Die somalische Regierung hat alle Abkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gekündigt, nachdem diese nach ihren Angaben den somalischen Luftraum unrechtmäßig genutzt hatten, um einen flüchtigen jemenitischen Separatistenführer durch das Land zu "schmuggeln", so der somalische Regierungsminister Ali Omar. Omar sagte gegenüber Al Jazeera am 13. Januar 2026, dass der Vorfall mit Aidarous al-Zubaidi der "Tropfen war, der das Fass zum Überlaufen brachte" in einer Reihe von Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Nationen.
Die Erklärung des Ministers umreißt eine deutliche Verschlechterung der Beziehungen zwischen Somalia und den VAE, die zur Aufhebung zuvor getroffener Vereinbarungen führt. Die spezifischen Details dieser Vereinbarungen wurden nicht sofort bekannt gegeben, es wird jedoch davon ausgegangen, dass sie die wirtschaftliche und sicherheitspolitische Zusammenarbeit umfassen.
Aidarous al-Zubaidi ist eine prominente Figur in der jemenitischen Separatistenbewegung und führt den Südlichen Übergangsrat (STC) an, der die Unabhängigkeit Südjemens anstrebt. Seine Anwesenheit im somalischen Luftraum, angeblich ermöglicht durch die VAE, weckte in der somalischen Regierung ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Souveränität und der regionalen Stabilität.
Die VAE haben sich noch nicht offiziell zu den von Minister Omar erhobenen Vorwürfen geäußert. Die Spannungen zwischen Somalia und den VAE nehmen jedoch seit einiger Zeit zu, vor allem aufgrund der zunehmenden Beteiligung der VAE an der abtrünnigen Region Somaliland, die Somalia als Teil seines Territoriums betrachtet. Die VAE haben stark in Somaliland investiert, einschließlich der Entwicklung des Hafens von Berbera, ein Schritt, der die somalische Regierung in Mogadischu verärgert hat.
Somalia hat den VAE wiederholt vorgeworfen, seine Souveränität zu untergraben und sich in seine inneren Angelegenheiten einzumischen. Die Aufhebung der Abkommen stellt eine erhebliche Eskalation des diplomatischen Zerwürfnisses dar. Die somalische Regierung hat nicht angegeben, welche weiteren Maßnahmen sie zu ergreifen gedenkt, aber die Situation ist weiterhin im Fluss, und es werden weitere Entwicklungen erwartet, wenn die VAE reagieren und internationale Akteure möglicherweise vermittelnd eingreifen. Der Vorfall unterstreicht die komplexe geopolitische Dynamik am Horn von Afrika und die konkurrierenden Interessen regionaler Mächte.
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