Gesundheitsbehörden meldeten einen dritten Todesfall in Kalifornien infolge einer Reihe von Vergiftungen durch wilde, gesammelte Pilze seit November. Insgesamt 35 Personen im ganzen Bundesstaat wurden vergiftet, was zusätzlich zu den Todesfällen zu drei Lebertransplantationen führte.
Der jüngste Todesfall wurde letzte Woche von Gesundheitsbehörden im Sonoma County gemeldet. Michael Stacey, der kommissarische Gesundheitsbeauftragte von Sonoma County, führte den Anstieg der Vergiftungen und Todesfälle auf eine ungewöhnliche Vermehrung von Knollenblätterpilzen (Amanita phalloides) zurück. Er merkte an, dass der Staat normalerweise weniger als fünf Pilzvergiftungsfälle pro Jahr verzeichnet.
Stacey erklärte, dass frühe Regenfälle und ein milder Herbst zur Häufigkeit giftiger Knollenblätterpilze beigetragen haben, insbesondere in Nordkalifornien. Er warnte davor, wild wachsende Pilze zu konsumieren, die ohne fachkundige Bestimmung gesammelt wurden, und betonte, dass einige schädliche Sorten essbaren Pilzen sehr ähnlich sehen können, selbst für erfahrene Sammler.
Craig Smollin, medizinischer Direktor der San Francisco Division des California Poison Control System, bekräftigte diese Aussage in einem Interview mit Ars Technica und betonte die Schwierigkeit, zwischen sicheren und giftigen Pilzen zu unterscheiden.
Das California Poison Control System bietet Ressourcen und Unterstützung für Personen, die vermuten, giftige Pilze eingenommen zu haben. Sie raten zu sofortiger ärztlicher Behandlung, wenn eine Vergiftung vermutet wird. Der jüngste Anstieg der Vergiftungen unterstreicht die Gefahren, die mit dem Sammeln von Wildpilzen ohne entsprechende Fachkenntnisse verbunden sind.
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