Schweizer Regionen verbieten Pyrotechnik nach tödlichem Brand in Skibar
Mehrere Schweizer Kantone haben die Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen in öffentlichen Innenräumen verboten, nachdem es in einer Skibar in Crans-Montana an Silvester zu einem tödlichen Brand gekommen war. Das Feuer, bei dem 40 Menschen starben und 116 verletzt wurden, veranlasste die regionalen Behörden zu sofortigem Handeln.
Der Kanton Wallis, in dem Crans-Montana liegt, kündigte ein Verbot von Pyrotechnik in allen öffentlichen Innenräumen an. Genf erließ ebenfalls ein ähnliches Verbot, wenige Tage nachdem der Waadtland als erste der 26 Schweizer Regionen eine solche Maßnahme ergriffen hatte, wie BBC World berichtete.
Das Feuer in der Bar Le Constellation soll ausgebrochen sein, als Wunderkerzen, die an Champagnerflaschen befestigt waren, das Schallschutzmaterial entzündeten. Es wird untersucht, ob Sicherheitsmängel zu der Katastrophe beigetragen haben. Gegen die Barbesitzer wurde Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben, was die Notwendigkeit einer strengeren Durchsetzung der Sicherheitsvorschriften in öffentlichen Räumen unterstreicht.
Nach der Tragödie gaben die Behörden im Wallis bekannt, dass jedes der Opfer eine Sofortzahlung von 10.000 Schweizer Franken (ca. 12.500 USD) erhalten würde. Es wird auch ein Fonds eingerichtet, um Spenden für die Opfer und ihre Familien zu sammeln.
Die Verbote spiegeln eine wachsende Besorgnis über die Sicherheit in öffentlichen Einrichtungen und die Verpflichtung wider, ähnliche Tragödien in Zukunft zu verhindern. Die Untersuchungen zu dem Brand dauern an, wobei der Schwerpunkt auf der Aufdeckung von Versäumnissen bei den Sicherheitsprotokollen und der Gewährleistung der Rechenschaftspflicht liegt.
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