Dänemark, USA uneins über Grönland nach Gesprächen im Weißen Haus
WASHINGTON - Eine "grundlegende Meinungsverschiedenheit" zwischen Dänemark und den Vereinigten Staaten bezüglich Grönland besteht weiterhin, so der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen nach Gesprächen im Weißen Haus am Mittwoch. Rasmussen erklärte nach Treffen mit dem US-Vizepräsidenten JD Vance und Außenminister Marco Rubio, dass Präsident Donald Trump auf der "Eroberung" Grönlands bestehe, was er laut BBC als "völlig inakzeptabel" bezeichnete.
Die Gespräche, die zwar "offen, aber konstruktiv" waren, verdeutlichten die anhaltenden Spannungen zwischen den beiden Nationen bezüglich des autonomen dänischen Territoriums. "Wir haben sehr, sehr deutlich gemacht, dass dies nicht im Interesse Dänemarks ist", sagte Rasmussen laut BBC.
Trotz der Meinungsverschiedenheit einigten sich beide Seiten darauf, eine Arbeitsgruppe einzurichten, um potenzielle Lösungen zu prüfen und ihre Differenzen zu überwinden, so die Associated Press. Rasmussen und Grönlands Außenministerin Vivian Motzfeldt gaben am Mittwoch eine Pressekonferenz in der dänischen Botschaft in Washington, D.C.,.
Die erneuten Spannungen rühren von Präsident Trumps anhaltendem Interesse am Erwerb Grönlands her, eine Vorstellung, die erstmals während seiner ersten Amtszeit aufkam und auf starken Widerstand aus Dänemark stieß. Trump bekräftigte später sein Interesse am Erwerb der ressourcenreichen Insel. Die dänische Regierung hält daran fest, dass Grönland nicht zum Verkauf steht und dass seine Zukunft im Königreich Dänemark liegt.
Die Einrichtung einer Arbeitsgruppe signalisiert die Bereitschaft beider Länder, in einen weiteren Dialog zu treten. Der konkrete Fokus und der Zeitplan der Aktivitäten der Arbeitsgruppe wurden nicht unmittelbar bekannt gegeben.
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