Schatzkanzlerin Rachel Reeves signalisierte die Bereitschaft der Regierung, weitere Unterstützung für den Gastgewerbesektor in Erwägung zu ziehen, und ging dabei auf Bedenken hinsichtlich steigender Gewerbesteuern ein. Diese Aussage folgt auf Berichte über mögliche Hilfen, die speziell auf Pubs abzielen, die, wie alle Gastgewerbebetriebe, im April mit dem Auslaufen der während der Covid-Zeit gewährten Gewerbesteuererleichterungen konfrontiert sind, was mit erheblichen Erhöhungen des steuerpflichtigen Werts ihrer Immobilien zusammenfällt.
Auf einer Pressekonferenz erklärte Reeves, sie "arbeite mit dem Gastgewerbesektor zusammen", was auf eine mögliche Abkehr von früheren Andeutungen des Widerstands hin zu einer breiteren Unterstützung hindeutet. Beamte des Finanzministeriums bestätigten gegenüber der BBC, dass ein Paket zur Unterstützung von Pubs in Kürze angekündigt werde, schlossen aber auch die Möglichkeit zusätzlicher Erleichterungen für den gesamten Gastgewerbesektor nicht aus.
Der Gastgewerbesektor, der Unternehmen wie Hotels und Restaurants umfasst, ist besonders anfällig für wirtschaftliche Schwankungen und Krisen im Bereich der öffentlichen Gesundheit. Die COVID-19-Pandemie führte zu weitverbreiteten Schließungen und Beschränkungen, die sich erheblich auf Umsatz und Beschäftigung auswirkten. Gewerbesteuern, eine Steuer auf nicht-private Immobilien, stellen einen erheblichen Kostenfaktor für diese Unternehmen dar, und Erhöhungen können die ohnehin schon knappen Margen belasten.
Oppositionelle Abgeordnete und Branchenverbände haben sich dafür eingesetzt, dass jede zusätzliche Unterstützung über Pubs hinaus auf andere Unternehmen im Gastgewerbesektor ausgeweitet wird. Die potenziellen Auswirkungen von Gewerbesteuererhöhungen auf die Rentabilität des Sektors haben zu Forderungen nach staatlichen Eingriffen geführt.
Die aktuelle Situation beinhaltet laufende Gespräche zwischen dem Finanzministerium und Vertretern des Gastgewerbesektors. Die Einzelheiten eines möglichen Unterstützungspakets, einschließlich seines Umfangs und seiner Dauer, werden noch geprüft. Die Ankündigung eines Pakets speziell für Pubs wird "in den kommenden Tagen" erwartet, so Beamte des Finanzministeriums, während die Möglichkeit einer breiteren Entlastung weiterhin offen bleibt.
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