Spanische Staatsanwälte prüfen Vorwürfe, wonach der Sänger Julio Iglesias zwei ehemalige Angestellte in seinen Residenzen in der Dominikanischen Republik und auf den Bahamas sexuell angegriffen haben soll. Die Staatsanwaltschaft bestätigte am Mittwoch gegenüber der Associated Press, dass die Vorwürfe aus Medienberichten von Anfang der Woche stammen. Diese Berichte enthielten detaillierte Anschuldigungen, dass Iglesias zwischen Januar und Oktober 2021 zwei Frauen, die in seinen karibischen Residenzen arbeiteten, sexuell und körperlich angegriffen habe.
Die spanische Staatsanwaltschaft, die Fälle für den spanischen Nationalgerichtshof bearbeitet, erklärte, sie habe formelle Anschuldigungen gegen Iglesias erhalten. Bis Mittwoch hatte sich Iglesias noch nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Russell L. King, ein in Miami ansässiger Unterhaltungsanwalt, der Iglesias auf seiner Website als Mandanten aufführt, reagierte nicht sofort auf eine Anfrage der AP nach einem Kommentar.
Die Vorwürfe stellen eine bedeutende Entwicklung in der MeToo-Bewegung dar und unterstreichen die anhaltende Überprüfung von einflussreichen Persönlichkeiten in verschiedenen Branchen. Der Fall wirft Fragen nach der Verjährungsfrist in internationalen Fällen von sexueller Nötigung und den Herausforderungen bei der Untersuchung von Vorfällen auf, die in mehreren Gerichtsbarkeiten stattgefunden haben.
Die Ermittlungen befinden sich in einem frühen Stadium. Die spanischen Staatsanwälte müssen feststellen, ob sie die Zuständigkeit haben, den Fall zu verfolgen, da sich die mutmaßlichen Vorfälle außerhalb Spaniens ereignet haben. Sie müssen auch Beweise sammeln und Zeugen befragen, was möglicherweise die Zusammenarbeit mit den Behörden in der Dominikanischen Republik und auf den Bahamas erfordert. Der Ausgang der Ermittlungen bleibt ungewiss.
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