Ugandas Präsident Yoweri Museveni führte laut der Wahlbehörde in den ersten Ergebnissen der Präsidentschaftswahlen vom Donnerstag deutlich. Am Freitagmorgen veröffentlichte Zahlen deuteten darauf hin, dass Museveni 76 Prozent der Stimmen erhielt, basierend auf den Ergebnissen von 45 Wahllokalen im ganzen Land. Oppositionsführer Bobi Wine lag mit etwa 20 Prozent zurück.
Die Wahl fand inmitten einer angespannten Atmosphäre nach einem von Gewalt geprägten Wahlkampf statt. Museveni, der seit 1986 an der Macht ist, strebt eine siebte Amtszeit in Folge an. Wine, ein 43-jähriger Popstar und Politiker, warf während der Wahl "massiven" Betrug vor. Er legte keine dokumentarischen Beweise zur Untermauerung seiner Behauptungen vor, und die Behörden haben sich noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.
Die Ugander gaben ihre Stimmen unter einem Internet-Blackout ab, was die Bedenken hinsichtlich Transparenz und Fairness verstärkte. Wines National Unity Platform (NUP) berichtete am späten Donnerstag, dass das Militär und die Polizei sein Haus in der Hauptstadt umstellt hätten.
Museveni, jetzt 81 Jahre alt, kritisierte einst afrikanische Staats- und Regierungschefs, die zu lange an der Macht blieben. Sein fortgesetztes Streben nach dem Präsidentenamt hat angesichts seiner früheren Haltung Kritik aus einigen Kreisen hervorgerufen.
Die Wahlergebnisse werden von internationalen Beobachtern und regionalen Partnern genau beobachtet. Das Ergebnis wird wahrscheinlich erhebliche Auswirkungen auf Ugandas politische Landschaft und seine Beziehungen zu den Nachbarländern haben. Die Wahlbehörde wird voraussichtlich in den kommenden Tagen weitere Ergebnisse veröffentlichen.
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