Die anhaltende Auseinandersetzung von Präsident Trump mit der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) erregt internationales Aufsehen. Der Konflikt erinnert an ähnliche politische Einmischungen in die Zentralbankpolitik, wie sie in anderen Ländern beobachtet wurden. Martin Redrado, ehemaliger Chef der argentinischen Zentralbank, sieht Parallelen zwischen Trumps Vorgehen und seiner eigenen Entlassung im Jahr 2010, nachdem er sich präsidialen Anordnungen widersetzt hatte. Redrado wehrte sich gegen die Forderungen von Präsidentin Cristina Kirchner, Reserven für Schuldentilgungen zu verwenden. Sein Fall nahm die anschließende Wirtschaftskrise Argentiniens vorweg, die von hoher Inflation und Währungsabwertung geprägt war. Trump hat Fed-Chef Jerome Powell seit seiner Rückkehr ins Amt im vergangenen Jahr wiederholt kritisiert. Er wirft Powell wirtschaftliches Missmanagement und die Erhöhung der Staatsverschuldung vor. Die Situation wirft Bedenken hinsichtlich potenzieller Parallelen zwischen den USA und Ländern mit einer Geschichte der Einmischung in die Zentralbankpolitik auf. Die langfristigen Auswirkungen auf die US-Wirtschaft bleiben abzuwarten.
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