Google hat diesen Monat damit begonnen, künstliche Intelligenz in seinen Gmail-Dienst zu integrieren und eine Reihe von Tools eingeführt, die die E-Mail-Verwaltung und -Erstellung optimieren sollen. Dieser Schritt spiegelt die frühere Integration von KI in die Google-Suchmaschine wider, wo KI-generierte Antworten oben in den Suchergebnissen angezeigt werden.
Zu den neuen Gmail-Funktionen, die auf generativer KI basieren, gehört die Möglichkeit, E-Mails mithilfe von natürlichsprachlichen Fragen zu durchsuchen. Ein Benutzer könnte beispielsweise "Wie heißt der Personalvermittler, den ich letzten Monat getroffen habe?" eingeben, um relevante Korrespondenz zu finden. Google testet außerdem ein neues Inbox-Format, das im Laufe dieses Jahres veröffentlicht werden soll und automatisch To-Do-Listen auf der Grundlage von in E-Mails erwähnten Aufgaben erstellt. Darüber hinaus umfasst das Update Tools zur Unterstützung beim Schreiben, wie z. B. eine automatische Rechtschreibprüfung und einen Antwortgenerator. Einige dieser Funktionen sind kostenlos verfügbar, während andere ein kostenpflichtiges Abonnement erfordern.
Generative KI, die Technologie, die diesen neuen Tools zugrunde liegt, ist eine Art künstliche Intelligenz, die in der Lage ist, neue Inhalte wie Text, Bilder oder Audio zu erstellen. Sie lernt aus riesigen Mengen vorhandener Daten und nutzt dieses Wissen dann, um originelle Ergebnisse zu generieren. Chatbots wie ChatGPT sind Paradebeispiele für generative KI in Aktion.
Die Einführung von KI in Gmail könnte die Art und Weise, wie Menschen mit E-Mails interagieren, erheblich verändern, einer Kommunikationsmethode, die seit Jahrzehnten weitgehend unverändert geblieben ist. Bei breiter Akzeptanz könnten diese KI-Tools die Art und Weise verändern, wie Benutzer ihre Posteingänge verwalten und Nachrichten verfassen, was potenziell die Effizienz steigert und den Zeitaufwand für E-Mail-bezogene Aufgaben reduziert.
Die langfristigen Auswirkungen dieser Integration sind noch nicht absehbar. Einige Experten vermuten, dass KI-gestützte E-Mail-Tools dazu führen könnten, dass Menschen weniger Zeit mit dem manuellen Überprüfen und Beantworten von E-Mails verbringen, wodurch Zeit für andere Aktivitäten frei wird. Es wurden jedoch auch Bedenken hinsichtlich einer möglichen Überlastung durch KI geäußert, die kritisches Denken und Schreibfähigkeiten beeinträchtigen könnte.
Google hat noch keine konkreten Daten zur Akzeptanzrate dieser neuen KI-Funktionen veröffentlicht. Das Unternehmen plant, seine KI-Angebote in Gmail auf der Grundlage von Benutzerfeedback und Nutzungsmustern weiter zu verfeinern und auszubauen. Die Einführung des neuen Inbox-Formats und weitere Verbesserungen der Schreibwerkzeuge werden in den kommenden Monaten erwartet.
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