Laut einem Bericht vom 15. Januar 2026 haben Forscher der Drexel University und der Seoul National University einen Durchbruch in der dehnbaren organischen Leuchtdioden-Technologie (OLED) bekannt gegeben, der potenziell den Weg für tragbare Displays und Gesundheitssensoren auf der Haut ebnet. Das neue OLED-Design überwindet eine langjährige Einschränkung flexibler Displays, indem es die Helligkeit auch bei starker Dehnung beibehält.
Die Entwicklung basiert auf der Kombination eines hocheffizienten, lichtemittierenden Materials mit haltbaren, transparenten Elektroden aus MXen, einem zweidimensionalen Nanomaterial. Tests des Forschungsteams zeigten, dass das Display nach wiederholter Dehnung einen erheblichen Teil seiner Helligkeit beibehielt. Dieser Fortschritt begegnet einer kritischen Herausforderung im Bereich der flexiblen Elektronik, in dem die Aufrechterhaltung der Leistung unter Belastung von größter Bedeutung ist.
"Dies ist ein bedeutender Schritt nach vorn in der Entwicklung wirklich flexibler und tragbarer Elektronik", erklärte ein Forscher der Drexel University, der aufgrund der Sensibilität laufender Patentanmeldungen anonym bleiben wollte. "Die Kombination aus hoher Effizienz und Dehnbarkeit eröffnet eine breite Palette von Möglichkeiten für zukünftige Anwendungen."
Die OLED-Technologie ist bereits in High-End-Smartphones, gebogenen Computermonitoren und modernen Fernsehgeräten weit verbreitet. Ihre Anwendung in tragbaren Geräten, die sich der Haut anpassen, wurde jedoch durch die Zerbrechlichkeit traditioneller Materialien behindert. Die neue dehnbare OLED-Technologie könnte die Entwicklung von Geräten ermöglichen, die physiologische Echtzeitdaten wie Temperaturschwankungen, Blutzirkulationsmuster und Druckschwankungen überwachen. Solche Geräte könnten tiefgreifende Auswirkungen auf die Gesundheitsüberwachung, die Verfolgung sportlicher Leistungen und sogar auf Augmented-Reality-Anwendungen haben.
Die internationale Zusammenarbeit zwischen der Drexel University in den Vereinigten Staaten und der Seoul National University in Südkorea unterstreicht den globalen Charakter der Materialforschung. Insbesondere Südkorea hat stark in die Entwicklung flexibler Displaytechnologien investiert, um seine Wettbewerbsfähigkeit auf dem globalen Elektronikmarkt zu erhalten. Die Forschung baut auch auf früheren Arbeiten auf, die die einzigartigen Eigenschaften von MXenen untersuchen, einer Materialklasse, die aufgrund ihrer außergewöhnlichen Festigkeit, Leitfähigkeit und Flexibilität weltweit große Aufmerksamkeit von Forschern erhalten hat.
Das Forschungsteam arbeitet derzeit an der Verbesserung der Haltbarkeit und Langlebigkeit der dehnbaren OLEDs sowie an der Erforschung von Methoden zur Massenproduktion. Sie untersuchen auch die Integration der Technologie mit anderen Sensoren und elektronischen Komponenten, um voll funktionsfähige tragbare Systeme zu schaffen. Die nächste Entwicklungsphase wird voraussichtlich klinische Studien umfassen, um die Leistung und Zuverlässigkeit der Technologie in realen Umgebungen zu bewerten.
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