Die Werbung vermischt diese digital erstellten Szenen mit tatsächlichen Videoclips, in denen Crockett Cornyn lobt, sowie mit Nachrichtenberichten, die Fälle hervorheben, in denen Cornyn sich positiv über sie äußerte. Zu den Kulissen in den KI-generierten Teilen der Werbung gehören eine Umgebung, die einer texanischen Tanzhalle ähnelt, und das Kapitol der Vereinigten Staaten.
Paxtons Wahlkampfteam hat noch keine Erklärung veröffentlicht, die die spezifische Absicht oder Botschaft hinter der Werbung erläutert. Der Einsatz von KI in der politischen Werbung wirft Bedenken hinsichtlich des Potenzials für Fehlinformationen und der Verwischung der Realität in der Wahlkampfbotschaft auf. Experten weisen darauf hin, dass dieser Vorfall einen wachsenden Trend veranschaulicht, KI zur Erstellung überzeugender, aber potenziell irreführender Inhalte zu nutzen.
KI-generierte Medien, die oft als "Deepfakes" bezeichnet werden, wenn sie verwendet werden, um reale Personen überzeugend nachzuahmen, basieren auf Algorithmen des maschinellen Lernens, um Bilder und Videos zu synthetisieren. Diese Algorithmen werden mit riesigen Datensätzen bestehender Medien trainiert, wodurch sie neue Inhalte generieren können, die schwer von authentischem Filmmaterial zu unterscheiden sind. Die Technologie hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt und ist dadurch immer zugänglicher und ausgefeilter geworden.
Das Aufkommen von KI-gestützten politischen Anzeigen stellt Wähler und Aufsichtsbehörden gleichermaßen vor erhebliche Herausforderungen. Die Leichtigkeit, mit der realistische, aber erfundene Inhalte erstellt werden können, wirft Fragen nach der Authentizität der während der Wahlkämpfe präsentierten Informationen und dem Potenzial für Manipulation auf. Es bestehen auch Bedenken hinsichtlich der Verbreitung von Desinformationen und der Aushöhlung des Vertrauens in politische Institutionen.
"Die Fähigkeit, überzeugende gefälschte Videos und Audios zu erstellen, stellt eine neue Grenze im politischen Wahlkampf dar", sagte Dr. Meredith Clark, Professorin an der Northeastern University, die sich auf digitale Medien und politische Kommunikation spezialisiert hat. "Es erfordert von den Wählern, kritischere Konsumenten von Informationen zu sein, und verlangt von Plattformen und Aufsichtsbehörden, Strategien zu entwickeln, um die Verbreitung von KI-generierten Fehlinformationen zu erkennen und zu mindern."
Paxton ist zwar nicht der erste Politiker, der KI in Wahlkampfvideos einsetzt, aber dieser Fall verdeutlicht die zunehmende Verbreitung der Technologie im politischen Diskurs. Andrew Cuomo beispielsweise verwendete zuvor KI-generierte Szenen in einem Wahlkampfvideo. Da sich die Wahlen 2024 nähern, erwarten Experten einen Anstieg des Einsatzes von KI-generierten Inhalten, weshalb es für die Wähler von entscheidender Bedeutung ist, sich der Fähigkeiten und Grenzen der Technologie bewusst zu sein.
Die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für KI-generierte politische Anzeigen sind weitgehend undefiniert. Die geltenden Gesetze befassen sich in erster Linie mit Falschaussagen und Verleumdung, aber sie sind möglicherweise nicht ausreichend, um die besonderen Herausforderungen zu bewältigen, die durch KI-generierte Inhalte entstehen, die die Grenze zwischen Realität und Fiktion verwischen. Unter Politikern und Rechtswissenschaftlern werden derzeit Gespräche über die Notwendigkeit neuer Vorschriften geführt, um Transparenz und Rechenschaftspflicht bei der Verwendung von KI in politischen Kampagnen zu gewährleisten.
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