Laut dem Bergrettungsdienst Pongau sind am Samstag fünf Variantenfahrer bei zwei Lawinen in den österreichischen Alpen in der Nähe von Salzburg ums Leben gekommen. Die Lawinen ereigneten sich im Gebiet von Pongau nach starken Schneefällen in der Region.
Eine Lawine erfasste eine Gruppe von sieben Skifahrern, wobei vier getötet und einer schwer verletzt wurden, teilten lokale Bergrettungsbeamte mit. Dieser Vorfall ereignete sich gegen 14:00 Uhr Ortszeit (13:00 Uhr GMT). Etwa anderthalb Stunden zuvor wurde eine Skifahrerin in offenem alpinen Gelände im selben Gebiet von einer Lawine mitgerissen und getötet.
"Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Familien. Diese Tragödie verdeutlicht auf schmerzhafte Weise, wie ernst die aktuelle Lawinensituation ist", sagte Gerhard Kremser, Bezirksleiter des Bergrettungsdienstes Pongau. Weitere Lawinen wurden in der Region Pongau um die Mittagszeit registriert, aber bei diesen Vorfällen wurden keine Verletzten gemeldet.
Die schlechten Bedingungen haben in der vergangenen Woche zu einer Reihe von Todesfällen in den Alpen beigetragen. Der jüngste starke Schneefall hat die Lawinengefahr deutlich erhöht, insbesondere für diejenigen, die sich abseits der Pisten bewegen. Das Variantenfahren bietet zwar ein Gefühl von Freiheit und unberührtem Pulverschnee, erfordert aber ein hohes Maß an Fachwissen, die richtige Ausrüstung und ein gründliches Verständnis der Lawinensicherheit.
Der Bergrettungsdienst beobachtet die Situation weiterhin und fordert Skifahrer und Snowboarder auf, äusserste Vorsicht walten zu lassen und die Lawinenwarnungen zu beachten. Die Behörden setzen auch KI-gestützte Modelle zur Vorhersage von Lawinengefahren ein, die Wetterlagen, Schneedeckendaten und Geländeeigenschaften analysieren, um genauere und zeitnahere Warnungen zu geben. Diese Modelle werden ständig mit neuen Daten und verbesserten Algorithmen verfeinert, was eine entscheidende Entwicklung im Bereich der Lawinensicherheit darstellt.
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