Trotz erheblicher Investitionen in digitale Plattformen stellt die Automobilindustrie fest, dass sich die Verbraucher weiterhin weitgehend dagegen sträuben, Autokäufe vollständig online abzuwickeln. Obwohl viele Käufer den Prozess mit der Absicht beginnen, online zu kaufen, bevorzugt die überwiegende Mehrheit nach wie vor das traditionelle persönliche Erlebnis.
Von Cox Automotive veröffentlichte Daten aus diesem Monat zeigten einen deutlichen Rückgang beim Online-Autokauf. Ursprünglich äußerten 28 Prozent der Autokäufer den Wunsch, die gesamte Transaktion online abzuwickeln. Letztendlich setzten dies jedoch nur 7 Prozent um. Dies deutet auf eine beträchtliche Differenz von 21 Prozentpunkten zwischen anfänglichem Interesse und tatsächlichem Abschluss des Online-Kaufs hin. Im Gegensatz dazu wickelt über die Hälfte aller Autokäufer ihre Käufe weiterhin vollständig in einem Autohaus ab. Eine andere Umfrage ergab, dass etwas mehr als die Hälfte der Autokäufer es vorzog, Papierdokumente physisch zu unterschreiben.
Diese Zurückhaltung gegenüber dem vollständigen Online-Autokauf hat erhebliche Auswirkungen auf den Automobilmarkt. Autohäuser behalten trotz Investitionen in die Online-Infrastruktur eine entscheidende Rolle im Verkaufsprozess. Unternehmen wie Cox Automotive, die digitale Vertriebstools für Autohäuser entwickeln, müssen ihre Strategien an die anhaltende Präferenz für persönliche Interaktion anpassen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Erwartung der Branche an eine rasche Verlagerung zum Online-Autoverkauf möglicherweise verfrüht war.
Cox Automotive, ein Marktforschungsunternehmen und Entwickler digitaler Vertriebsprodukte, bietet Tools an, mit denen Autohäuser Transaktionen online initiieren können. Die Einblicke des Unternehmens in Kaufmuster sind wertvoll, aber es hat auch ein Eigeninteresse an der Entwicklung des Autoverkaufs. Erin Lomax, Vice President of Consumer Marketing bei Cox Automotive, merkte an, dass Verbraucher nach wie vor das haptische Erlebnis des Sehens, Fühlens und der Probefahrt von Fahrzeugen priorisieren, bevor sie einen Kauf tätigen.
Mit Blick auf die Zukunft wird die Automobilindustrie wahrscheinlich einen hybriden Ansatz verfolgen müssen, der Online- und Offline-Erlebnisse miteinander verbindet. Autohäuser könnten sich darauf konzentrieren, digitale Tools zu nutzen, um das persönliche Erlebnis zu verbessern, anstatt zu versuchen, es vollständig zu ersetzen. Dies könnte Online-Recherche- und Vorabgenehmigungsprozesse umfassen, gefolgt von einem physischen Besuch, um den Kauf abzuschließen. Die Herausforderung für Autohersteller und Autohäuser wird darin bestehen, ein nahtloses und integriertes Erlebnis zu schaffen, das den sich entwickelnden Präferenzen der Autokäufer gerecht wird.
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