Zugunglück in Spanien fordert Dutzende Tote, Ermittlungen laufen
Bei einem Hochgeschwindigkeitszugunglück im Süden Spaniens sind am Sonntagabend mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen. Es ist das schwerste Zugunglück des Landes seit über einem Jahrzehnt. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe von Adamuz, als ein Zug in Richtung Madrid entgleiste und mit einem entgegenkommenden Zug zusammenstieß, so die spanische Guardia Civil.
An dem Zusammenstoß waren zwei Züge mit etwa 400 Passagieren und Mitarbeitern beteiligt. Rettungsdienste waren vor Ort und behandelten 122 Personen, von denen 43, darunter vier Kinder, ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Laut BBC News befanden sich am Montag noch 12 Erwachsene und ein Kind in Intensivbehandlung. Die Bergungsarbeiten dauerten an, während die Behörden daran arbeiteten, Leichen aus den Trümmern zu bergen, berichtete NPR und wies darauf hin, dass die Zahl der Todesopfer möglicherweise noch steigen könnte.
Die Ursache der Entgleisung war weiterhin unbekannt und wird untersucht. Mehrere Nachrichtenquellen deuteten darauf hin, dass sich der Vorfall auf einer kürzlich renovierten geraden Strecke ereignete, was das Rätsel um die Kollision noch vergrößert. Die Behörden bezeichneten den Vorfall laut BBC World als "äußerst seltsam".
Der spanische Premierminister drückte nach der Tragödie sein tiefes Bedauern aus. Die Behörden forderten Überlebende auf, ihre Sicherheit über soziale Medien zu signalisieren. Der spanische Verkehrsminister Óscar Puente war vor Ort.
Der Zusammenstoß hat Fragen zur Sicherheit der Eisenbahn und zur Instandhaltung der Infrastruktur in Spanien aufgeworfen. Die Ermittlungen dauern an, und die Behörden arbeiten daran, die genaue Ursache der Entgleisung zu ermitteln.
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