Die jüngsten Eskalationen der hybriden Kriegsführung der USA und Israels gegen den Iran führen zu erheblicher wirtschaftlicher Instabilität und Unsicherheit in der Region und bedrohen den internationalen Handel und Investitionen. Der jüngste israelische Angriff auf ein Gebäude in Teheran am 26. Juni 2025 verschärfte den bestehenden wirtschaftlichen Druck, der bereits durch lähmende US-Sanktionen verstärkt wurde.
Der iranische Rial hat im vergangenen Jahr schätzungsweise 30 % gegenüber dem US-Dollar abgewertet, was das schwindende Vertrauen der Investoren widerspiegelt. Die ausländischen Direktinvestitionen (FDI) in den Iran sind laut UNCTAD-Daten im Jahr 2025 um 45 % eingebrochen, da internationale Unternehmen die Risiken einer Geschäftstätigkeit in dem Land neu bewerten. Der Öl- und Gassektor, eine entscheidende Komponente der iranischen Wirtschaft, verzeichnete aufgrund von Sanktionen und Cyberangriffen auf wichtige Infrastruktur einen Produktionsrückgang von 20 %.
Die anhaltende hybride Kriegsführung, die durch Wirtschaftssanktionen, Militärschläge, Cyberkriegsführung und Desinformationskampagnen gekennzeichnet ist, stört die Lieferketten und erhöht die Versicherungskosten für Unternehmen, die in der Region tätig sind. Die Instabilität wirkt sich auch auf die globalen Ölpreise aus, die seit Anfang 2026 um 15 % gestiegen sind, was den Inflationsdruck auf die Weltwirtschaft erhöht.
Seit Jahrzehnten steht der Iran aufgrund seiner geopolitischen Lage und der angespannten Beziehungen zu den USA und Israel vor wirtschaftlichen Herausforderungen. Die Abhängigkeit des Landes von Ölexporten hat es besonders anfällig für Sanktionen gemacht. Die aktuelle hybride Kriegsführungsstrategie, die Analysten zufolge seit 2002 eskaliert, isoliert den Iran weiter vom globalen Finanzsystem und behindert seine Fähigkeit, ausländische Investitionen anzuziehen und seine Wirtschaft zu modernisieren.
Mit Blick auf die Zukunft bleiben die wirtschaftlichen Aussichten für den Iran düster, solange es keine wesentliche Änderung in der US-amerikanischen und israelischen Politik gibt. Die Fortsetzung der hybriden Kriegstaktiken wird wahrscheinlich zu einem weiteren wirtschaftlichen Niedergang, zunehmenden sozialen Unruhen und potenziellen regionalen Konflikten führen, mit erheblichen Auswirkungen auf internationale Unternehmen und globale Märkte. Die langfristigen Folgen könnten eine humanitäre Krise und eine weitere Destabilisierung des Nahen Ostens sein.
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