Berichten zufolge hat Meta letzte Woche etwa 1.500 Mitarbeiter seiner Reality Labs-Abteilung entlassen und mehrere VR-Spielestudios geschlossen, wie das Wall Street Journal berichtete. Dies deutet auf einen deutlichen Rückzug von der ehrgeizigen Metaverse-Vision hin. Von dem Schritt waren etwa 10 % der Mitarbeiter von Reality Labs betroffen, was eine erhebliche Kehrtwende für das Unternehmen darstellt, das sich 2021 in Meta umbenannt und seine Zukunft auf Virtual-Reality-Technologie gesetzt hatte.
Die Entlassungen und Studioschließungen werfen Zweifel an Metas Strategie auf, vom Metaverse zu profitieren, einem Konzept, das immersive, gemeinsam genutzte virtuelle Umgebungen umfasst, die über VR- und AR-Geräte zugänglich sind. Metas ursprüngliche Vision wurde zum Teil durch die Annahme befeuert, dass jüngere Generationen zunehmend zu Online-Gaming-Plattformen wie Fortnite und Roblox tendieren, um soziale Kontakte zu pflegen, was die Attraktivität traditioneller sozialer Medien potenziell verringert. Das Rebranding wurde auch als Versuch gesehen, das Unternehmen von der negativen Publicity rund um die Marke Facebook zu distanzieren, die von Datenschutzskandalen, Whistleblower-Berichten und Bedenken hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche geplagt war.
Metas Reality Labs-Abteilung war für die Entwicklung der Hard- und Software verantwortlich, die zur Verwirklichung der Metaverse-Vision erforderlich ist, darunter VR-Headsets wie Meta Quest und Horizon Worlds, eine soziale VR-Plattform. Obwohl das Unternehmen stark in diese Technologien investiert hat, sind die Akzeptanzraten geringer als erwartet, und die Abteilung hat Berichten zufolge erhebliche finanzielle Verluste erlitten. Das Wall Street Journal berichtete, dass die Umstrukturierung eine Verschiebung der Prioritäten nahelegt, wobei möglicherweise der Schwerpunkt auf unmittelbareren und profitableren Unternehmungen liegt.
Branchenanalysten vermuten, dass Metas Herausforderungen im Metaverse auf einer Kombination von Faktoren beruhen, darunter die technologischen Beschränkungen der aktuellen VR-Hardware, das Fehlen überzeugender Inhalte und die Bedenken der Nutzer hinsichtlich des Datenschutzes und der Sicherheit in virtuellen Umgebungen. Darüber hinaus hat der allgemeine Wirtschaftsabschwung den Druck auf Technologieunternehmen erhöht, Kosten zu senken und Rentabilität nachzuweisen.
Mit Blick auf die Zukunft bleibt unklar, wie Meta seine Metaverse-Ambitionen weiterverfolgen wird. Während die jüngsten Entlassungen und Studioschließungen auf eine Reduzierung der VR-Bemühungen hindeuten, hat das Unternehmen das Konzept nicht vollständig aufgegeben. Meta könnte sich dafür entscheiden, sich auf bestimmte Anwendungen der VR-Technologie zu konzentrieren, wie z. B. Unternehmenstrainings oder Remote-Zusammenarbeit, oder es könnte weiterhin in Forschung und Entwicklung investieren, in der Hoffnung, die aktuellen Einschränkungen der Technologie zu überwinden. Die Zukunft von Metas Metaverse-Vision hängt nun davon ab, dass das Unternehmen in der Lage ist, sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen und überzeugende Erlebnisse zu bieten, die bei den Nutzern Anklang finden.
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