Der bulgarische Präsident Rumen Radev kündigte am Montag, dem 19. Januar 2026, seinen Rücktritt an und signalisierte damit seinen erwarteten Einstieg in die bevorstehenden vorgezogenen Neuwahlen. Radev erklärte, er werde seinen Rücktritt am Dienstag formell beim Verfassungsgericht einreichen.
Wenn er vom Gericht genehmigt wird, wird erwartet, dass Vizepräsidentin Iliana Iotova die präsidialen Aufgaben übernimmt. Radev, 62 Jahre alt, wandte sich in einer Fernsehansprache an die Nation und erklärte: "Heute wende ich mich zum letzten Mal als Präsident Bulgariens an Sie" und brachte seinen Wunsch zum Ausdruck, sich aktiv an der Gestaltung der Zukunft des Landes zu beteiligen.
Radevs Rücktritt erfolgt inmitten der Erwartungen vorgezogener Neuwahlen, die durch den kürzlichen Sturz der Regierung nach weit verbreiteten Protesten ausgelöst wurden. Die politische Landschaft in Bulgarien ist turbulent, mit häufigen Wahlen und wechselnden Allianzen. Diese Instabilität hat zum Teil die Debatten über Bulgariens Wirtschaftspolitik befeuert, einschließlich der kürzlichen Einführung des Euro.
Der Schritt hat Spekulationen über Radevs zukünftige politische Ambitionen ausgelöst, wobei viele die Gründung einer neuen politischen Partei unter der Führung des scheidenden Präsidenten erwarten. Beobachter vermuten, dass Radevs Popularität, die er während seiner Amtszeit aufgebaut hat, eine erhebliche Herausforderung für etablierte politische Kräfte darstellen könnte.
Die Entscheidung des Verfassungsgerichts bezüglich Radevs Rücktritt wird den Zeitplan für Iotovas Nachfolge bestimmen. Die vorgezogenen Neuwahlen werden voraussichtlich in den kommenden Monaten stattfinden, wobei der genaue Termin nach Konsultationen zwischen den politischen Parteien festgelegt wird. Die Wahlen werden als entscheidend für die Stabilisierung der politischen Situation und die Bewältigung dringender wirtschaftlicher und sozialer Probleme in Bulgarien angesehen.
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