Milliarden von Dollar, die in generative KI investiert wurden, haben für viele Unternehmen überraschend wenig konkreten Ertrag gebracht. Trotz weitverbreiteter Investitionen führen lediglich 5 % der integrierten KI-Pilotprogramme zu messbarem Geschäftswert. Diese enttäuschende Konversionsrate, gepaart mit der Tatsache, dass fast die Hälfte aller KI-Initiativen vor der Produktionsreife aufgegeben werden, deutet auf einen erheblichen Engpass bei der Einführung von KI in Unternehmen hin.
Das Kernproblem liegt laut Branchenanalysten nicht in den KI-Modellen selbst. Stattdessen liegt das Problem in der umgebenden Infrastruktur. Begrenzte Datenzugänglichkeit, unflexible Integrationsprozesse und prekäre Bereitstellungspfade behindern die Skalierbarkeit von KI-Initiativen über erste Large Language Model (LLM)- und Retrieval-Augmented Generation (RAG)-Experimente hinaus.
Als Reaktion darauf setzen immer mehr Unternehmen auf zusammensetzbare und souveräne KI-Architekturen. Dieser Wandel, der laut IDC bis 2027 75 % der globalen Unternehmen umfassen soll, zielt darauf ab, Kosten zu senken, die Datenhoheit zu wahren und sich an die sich schnell entwickelnde KI-Landschaft anzupassen. Das inhärente Problem bei KI-Pilotprojekten besteht darin, dass sie auf Erfolg ausgelegt sind. Proofs of Concept (PoCs) sind wertvoll, um die Machbarkeit zu validieren, Anwendungsfälle zu identifizieren und das Vertrauen für größere Investitionen zu stärken. Diese kontrollierten Umgebungen spiegeln jedoch oft nicht die Komplexität und Herausforderungen realer Produktionsumgebungen wider.
Composable AI ermöglicht es Unternehmen, KI-Komponenten verschiedener Anbieter auszuwählen und zu kombinieren, um maßgeschneiderte Lösungen für spezifische Bedürfnisse zu erstellen. Sovereign AI hingegen betont Datenresidenz und -kontrolle und stellt sicher, dass sensible Informationen innerhalb der Organisationsgrenzen verbleiben und die regulatorischen Anforderungen erfüllen. Dieser Ansatz ist besonders wichtig für Branchen, die mit stark regulierten Daten umgehen, wie z. B. Finanzen und Gesundheitswesen.
Der Übergang zu zusammensetzbarer und souveräner KI hat erhebliche Auswirkungen auf den breiteren KI-Markt. Er fördert den Wettbewerb zwischen KI-Anbietern, treibt Innovationen voran und senkt die Kosten. Er ermöglicht es Unternehmen auch, widerstandsfähigere und anpassungsfähigere KI-Systeme aufzubauen, wodurch ihre Abhängigkeit von einzelnen Anbietern verringert und die mit Vendor Lock-in verbundenen Risiken gemindert werden. Da sich KI ständig weiterentwickelt, wird die Fähigkeit, KI-Lösungen zusammenzusetzen und zu steuern, für Unternehmen, die das volle Potenzial dieser transformativen Technologie ausschöpfen wollen, immer wichtiger.
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