Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum ging am Montag auf die Besorgnisse der Öffentlichkeit bezüglich der jüngsten US-Militäraktivitäten in der Nähe von Mexiko ein, nachdem ein Angriff auf Venezuela die regionalen Spannungen verschärft hatte. Die Besorgnisse rührten von zwei konkreten Vorfällen mit Beteiligung des US-Militärs her.
Am Freitag gab die US-amerikanische Federal Aviation Administration (FAA) eine Empfehlung heraus, in der US-amerikanische Fluggesellschaften aufgefordert wurden, bei Flügen über den östlichen Pazifik in der Nähe von Mexiko, Mittelamerika und Teilen Südamerikas "Vorsicht walten zu lassen", wobei sie auf laufende "Militäraktivitäten" verwies. Sheinbaum erklärte, ihre Regierung habe mehrere Stunden gewartet, bis sie von der US-Regierung schriftliche Zusicherungen erhalten habe, dass keine US-Militärflüge in den mexikanischen Luftraum eindringen würden.
Laut Sheinbaum hatte die US-Regierung Mexiko nicht im Voraus über diese Militäroperationen informiert. Nach Erhalt der Zusicherungen übermittelte die US-Regierung genaue Koordinaten der Einsatzgebiete. Anschließend veröffentlichten die mexikanischen Behörden eine Erklärung, in der klargestellt wurde, dass die FAA-Empfehlung keine Auswirkungen auf Mexiko habe.
Die Situation spielte sich vor dem Hintergrund einer erhöhten regionalen Sensibilität nach einem Angriff auf Venezuela ab, wobei Einzelheiten dieses Angriffs im Ausgangsmaterial nicht genannt wurden. Das Fehlen einer vorherigen Benachrichtigung durch die US-Regierung trug offenbar zu der anfänglichen Besorgnis in Mexiko bei.
Die Reaktion der mexikanischen Regierung bestand darin, schriftliche Garantien von der US-Regierung einzuholen und zu erhalten, gefolgt von einer öffentlichen Erklärung, die darauf abzielte, die mexikanische Bevölkerung zu beruhigen. Die Situation ist derzeit stabil, wobei die mexikanischen Behörden betonen, dass die FAA-Empfehlung keine Auswirkungen auf mexikanisches Gebiet hat. Weitere Entwicklungen werden wahrscheinlich von zukünftigen US-Militäraktivitäten in der Region und dem Grad der Kommunikation zwischen den beiden Ländern abhängen.
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