New York – Das prominente Architekturbüro Snøhetta ist mit Vorwürfen der illegalen Entlassung von Mitarbeitern konfrontiert. Das U.S. National Labor Relations Board (NLRB) reichte am Freitag eine Beschwerde ein. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, im Jahr 2023 acht Mitarbeiter wegen der Unterstützung von Gewerkschaftsbemühungen entlassen zu haben.
Das NLRB wirft Snøhetta unrechtmäßige Entlassungen und die Befragung von Mitarbeitern bezüglich ihrer gewerkschaftlichen Gesinnung vor. Diese Maßnahmen zielten angeblich darauf ab, kollektives Handeln zu unterbinden. Snøhetta-Partnerin Elaine Molinar erklärte, dass die Personalreduzierungen auf bereits bestehende geschäftliche Erwägungen zurückzuführen seien. Sie behauptete, in den meisten Fällen keine Kenntnis von den individuellen gewerkschaftlichen Präferenzen der Mitarbeiter gehabt zu haben.
Die Vorwürfe kommen inmitten eines globalen Wiederauflebens der gewerkschaftlichen Organisierung in verschiedenen Sektoren. Arbeitskämpfe werden weltweit immer häufiger und spiegeln die Besorgnis über Arbeitnehmerrechte und wirtschaftliche Sicherheit wider. Der Fall verdeutlicht die Spannungen zwischen den Vorrechten des Arbeitgebers und den Rechten der Arbeitnehmer, sich zu organisieren.
Snøhetta ist ein internationales Unternehmen, das für Projekte wie das Osloer Opernhaus und die Bibliotheca Alexandrina in Ägypten bekannt ist. Die globale Präsenz des Unternehmens verleiht den Vorwürfen zusätzliche Bedeutung. Der Ausgang könnte die Arbeitspraktiken in der Architekturbranche international beeinflussen.
Das NLRB wird voraussichtlich eine Anhörung zu der Beschwerde abhalten. Snøhetta könnte mit Strafen rechnen, wenn ein Verstoß gegen Arbeitsgesetze festgestellt wird. Der Fall wird von Arbeitsrechtsbefürwortern und Arbeitgebern gleichermaßen genau beobachtet werden.
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