Die Vorbereitungen für die Artemis-II-Mission, den ersten bemannten Raumflug zum Mond seit über einem halben Jahrhundert, sind an diesem Wochenende mit dem Ausrollen der Artemis-II-Rakete zu ihrer Startrampe im Kennedy Space Center der NASA in Florida deutlich vorangekommen. Die Rakete, die mit einer Höchstgeschwindigkeit von 1,6 km/h unterwegs war, absolvierte die 6,4 Kilometer lange Strecke vom Vehicle Assembly Building zum Launch Complex 39B in einem Zeitraum von 12 Stunden.
Die Orion-Kapsel auf der Spitze der Rakete ist so konzipiert, dass sie beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre am Ende ihrer geplanten, fast 10-tägigen Reise durch den zislunaren Raum Geschwindigkeiten von über 40.000 km/h erreicht und so die Rückkehr ihrer vierköpfigen Besatzung ermöglicht. NASA-Administrator Jared Isaacman betonte die Bedeutung der Mission und erklärte: "Dies ist der Beginn einer sehr langen Reise. Wir haben unsere letzte bemannte Erkundung des Mondes mit Apollo 17 beendet."
Die Artemis-II-Mission ist bereit, mehrere Rekorde in der bemannten Raumfahrt aufzustellen. Die Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen werden sich weiter von der Erde entfernen als alle menschlichen Reisenden zuvor. Obwohl diese Mission keine Mondlandung beinhaltet, ist dieser Meilenstein einer späteren Mission im Rahmen des Artemis-Programms der NASA vorbehalten.
Das Artemis-Programm stellt einen bedeutenden Schritt in der Weltraumforschung dar und baut auf dem Erbe der Apollo-Missionen auf. Das Programm zielt darauf ab, eine nachhaltige Präsenz auf dem Mond zu etablieren und ihn als Ausgangspunkt für zukünftige Missionen zum Mars zu nutzen. Die Artemis-II-Mission ist ein entscheidender Testflug, der die Lebenserhaltungssysteme des Orion-Raumschiffs und andere kritische Technologien in der Umgebung des Weltraums validieren soll.
Derzeit wird die Artemis-II-Rakete im Launch Complex 39B für die letzten Vorbereitungen unterzogen. Ingenieure führen eine Reihe von Tests und Überprüfungen durch, um sicherzustellen, dass alle Systeme ordnungsgemäß funktionieren. Der Start ist derzeit für frühestens September 2025 geplant.
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