EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kritisierte die geplanten Zölle von US-Präsident Donald Trump auf Waren aus mehreren europäischen Ländern, stellte seine Vertrauenswürdigkeit in Frage und betonte die Bedeutung der Einhaltung von Vereinbarungen zwischen Verbündeten. Von der Leyens Äußerungen, die sie auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, Schweiz, machte, folgten auf Trumps Ankündigung einer Einfuhrsteuer von 10 % auf Waren aus acht europäischen Ländern, die Dänemark im Zuge seiner Forderungen nach einem Erwerb Grönlands durch die Vereinigten Staaten unterstützen.
Von der Leyen erklärte, dass die Europäische Union und die Vereinigten Staaten im vergangenen Juli ein Handelsabkommen geschlossen hätten, und unterstrich den Grundsatz, dass "eine Abmachung eine Abmachung ist. Und wenn Freunde sich die Hand geben, muss das etwas bedeuten." Sie betonte das Bündnis zwischen den USA und Europa und warnte, dass ein Handelskrieg nur den gemeinsamen Gegnern zugute kommen würde. "Wir betrachten die Menschen in den Vereinigten Staaten nicht nur als unsere Verbündeten, sondern als unsere Freunde. Und uns in eine Abwärtsspirale zu stürzen, würde nur denjenigen Gegnern helfen, die wir beide so entschlossen aus der strategischen Landschaft heraushalten wollen", fügte sie hinzu.
Der französische Präsident Emmanuel Macron bekräftigte von der Leyens Ansicht und schlug vor, dass die EU bereit sein sollte, gegen die US-Zölle Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen. Der Streit rührt von Trumps Interesse am Kauf Grönlands her, einem teilautonomen Gebiet Dänemarks. Sein Vorschlag löste Kontroversen aus und wurde von der dänischen Regierung abgelehnt. Als Reaktion darauf kündigte Trump die Zölle auf Waren aus Ländern an, von denen er annahm, dass sie die Position Dänemarks unterstützen.
Die Reaktion der EU auf die Zölle wird voraussichtlich eine Kombination aus diplomatischen Bemühungen und potenziellen Vergeltungsmaßnahmen beinhalten. Die Situation verdeutlicht die anhaltenden Spannungen in den transatlantischen Handelsbeziehungen und wirft Bedenken hinsichtlich der Zukunft internationaler Abkommen auf. Die nächsten Schritte der EU werden wahrscheinlich von weiteren Verhandlungen mit den USA und den spezifischen Details der umgesetzten Zölle abhängen.
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