Präsident Donald Trump bekräftigte seine Absicht, Zölle auf europäische Länder zu erheben, die sich seinen Bemühungen widersetzen, die Kontrolle über Grönland zu erlangen, und erklärte, er werde die Drohung "zu 100 %" wahr machen. Die Ankündigung erfolgt, nachdem sich europäische Verbündete zur Unterstützung der Souveränität Grönlands zusammengeschlossen haben, wobei Dänemarks Außenminister erklärte, dass der US-Präsident sich das teilautonome dänische Territorium nicht durch Zwang aneignen könne.
Trumps erneutes Bekenntnis zu Zöllen, mit denen er bereits 2019 gedroht hatte, hat Kritik und Besorgnis bei Beamten der Europäischen Union hervorgerufen. Kaja Kallas, die EU-Außenbeauftragte, erklärte, dass der Block zwar "kein Interesse an einem Streit hat, wir werden aber standhaft bleiben". Die vorgeschlagenen Zölle zielen auf Waren ab, die aus Großbritannien und sieben anderen mit der NATO verbündeten Ländern in die USA gelangen.
Die britische Außenministerin Yvette Cooper bekräftigte die Haltung Großbritanniens, dass die Zukunft Grönlands von "Grönländern und für die Dänen allein" bestimmt werden sollte. Am Montag lehnte Trump es ab, den Einsatz von Gewalt zur Verfolgung seiner Ziele in Bezug auf Grönland auszuschließen.
In einem Beitrag auf Truth Social am frühen Dienstagmorgen erwähnte Trump ein "sehr gutes Telefongespräch" mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte und deutete ein bevorstehendes Treffen "verschiedener Parteien" in dieser Woche in der Schweiz an. Die konkrete Tagesordnung des Treffens wurde nicht bekannt gegeben.
Der ursprüngliche Vorschlag zum Kauf Grönlands wurde 2019 von Trump unterbreitet und stieß auf heftigen Widerstand sowohl dänischer als auch grönländischer Beamter. Grönland ist zwar Teil des Königreichs Dänemark, verfügt aber über eine beträchtliche Autonomie und verwaltet seine inneren Angelegenheiten selbst. Die Insel ist aufgrund ihrer Lage und ihrer natürlichen Ressourcen von strategischer Bedeutung.
Die mögliche Einführung von Zöllen wirft Bedenken hinsichtlich einer Eskalation der Handelsspannungen zwischen den USA und Europa auf. Die EU hat bereits signalisiert, dass sie mit Vergeltungsmaßnahmen reagieren würde, falls die Zölle eingeführt werden. Die Situation ist weiterhin im Fluss, und es werden diplomatische Anstrengungen unternommen, um den Streit zu deeskalieren.
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