Donald Trumps erstes Jahr zurück im Weißen Haus, beginnend am 20. Januar 2025, war von einer Reihe von politischen Entscheidungen und Ereignissen geprägt, die sowohl im In- als auch im Ausland starke Reaktionen hervorriefen.
Eine der wichtigsten frühen Maßnahmen war die Wiedereinführung von Zöllen auf importierten Stahl und Aluminium, ein Schritt, der die amerikanische Fertigung stärken sollte. Die Zölle, die durchschnittlich 25 % auf Stahl und 10 % auf Aluminium betrugen, lösten sofortige Kritik von der Europäischen Union, Kanada und anderen Handelspartnern aus, die argumentierten, dass die Maßnahmen gegen internationale Handelsabkommen verstießen. "Diese Zölle sind ein klarer Verstoß gegen die WTO-Regeln und werden den globalen Handel schädigen", erklärte Cecilia Malmström, die damalige EU-Handelskommissarin, in einer Pressekonferenz nach der Ankündigung. Die Trump-Regierung argumentierte jedoch, dass die Zölle aus Gründen der nationalen Sicherheit notwendig seien und verwies auf Bedenken hinsichtlich des Rückgangs der amerikanischen Stahlproduktion.
Ein weiterer wichtiger Moment war der Austritt der Vereinigten Staaten aus dem Internationalen Klimaabkommen im April. Diese Entscheidung machte die Verpflichtung des Landes, die Treibhausgasemissionen im Rahmen des bahnbrechenden Abkommens von 2015 zu reduzieren, rückgängig. Befürworter des Austritts, vor allem innerhalb der Republikanischen Partei, argumentierten, dass das Abkommen eine unfaire Belastung für die amerikanische Wirtschaft darstelle. "Das Pariser Abkommen war ein schlechter Deal für Amerika, der uns Arbeitsplätze kostete und unser Wirtschaftswachstum behinderte", sagte Senator James Inhofe (R-OK), ein langjähriger Kritiker des Abkommens. Umweltgruppen und internationale Staats- und Regierungschefs verurteilten die Entscheidung und warnten vor ihren potenziellen Auswirkungen auf die globalen Bemühungen zur Bekämpfung des Klimawandels. "Dies ist ein schwerwiegender Fehler, der die globalen Bemühungen zur Bewältigung der Klimakrise untergräbt", erklärte António Guterres, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, in einer Erklärung, die kurz nach der Ankündigung veröffentlicht wurde.
Im Inland konzentrierte sich die Regierung auf die Steuerreform und erließ im Juli Gesetze, die die Körperschafts- und individuellen Einkommensteuersätze deutlich senkten. Befürworter argumentierten, dass die Steuersenkungen das Wirtschaftswachstum ankurbeln und Arbeitsplätze schaffen würden. Kritiker argumentierten jedoch, dass die Steuersenkungen unverhältnismäßig den Reichen zugute kämen und die Staatsverschuldung erhöhen würden. Das Congressional Budget Office schätzte, dass die Steuersenkungen die Staatsverschuldung im Laufe des nächsten Jahrzehnts um Billionen von Dollar erhöhen würden.
Im Laufe des Jahres geriet die Regierung auch wegen ihrer Einwanderungspolitik in die Kritik, insbesondere in Bezug auf die Grenzsicherheit und die Behandlung von Asylbewerbern. Verstärkte Durchsetzungsmaßnahmen führten zu einem Anstieg der Abschiebungen und zu erhöhten Spannungen entlang der Grenze zwischen den USA und Mexiko. Diese Politik stieß auf Kritik von Menschenrechtsorganisationen und demokratischen Abgeordneten, die der Regierung vorwarfen, internationale Menschenrechtsgesetze zu verletzen.
Als das erste Jahr zu Ende ging, blieben die langfristigen Auswirkungen dieser Politik Gegenstand von Debatten und Unsicherheit. Die Regierung signalisierte ihre Absicht, ihre "America First"-Agenda weiter zu verfolgen, und versprach weitere Maßnahmen in den Bereichen Handel, Einwanderung und anderen wichtigen Themen. Es wurde erwartet, dass die bevorstehenden Zwischenwahlen als Referendum über die Politik und die Richtung der Regierung dienen würden.
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